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Der TagUrzeit-Tiere besiedeln launisches Gewässer in Südbaden

12.03.2021, 07:56 Uhr
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Insgesamt gibt es elf bekannte Arten von Urzeitkrebsen in Deutschland, wovon zwei jedoch vermutlich schon ausgestorben sind. (Foto: picture alliance / blickwinkel/A. Hartl)

Hunderte Millionen Jahre alte Überlebenskünstler: Unzählige Urzeitkrebse tummeln sich derzeit in einem See in Südbaden - obwohl das Gewässer sonst die meiste Zeit über gar nicht existiert. Der Eichener Feenkrebs, so heißt die schätzungsweise 400 Millionen Jahre alte Art, habe dazu eine besondere Strategie entwickelt, sagt Hans Pellmann, Biologe und Leiter des Museums für Naturkunde in Magdeburg. Schlüssel sei eine spezielle Dauerform, die sich aus den Eiern entwickle und jahrelange Trockenheit überstehe.

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Den Eichener Feenkrebs findet man außer in Südbaden nur noch an einer Handvoll anderer Orte. (Foto: picture alliance / Zoonar)

Der Eichener See nahe Schopfheim ist ein temporärer See, der nur zutage tritt, wenn es in der Gegend besonders viel regnet oder durch Schneeschmelze Tauwasser anfällt. Trotzdem überlebt hier der Eichener Feenkrebs: Die Weibchen des "Tanymastix stagnalis" legten Eier ins Wasser ab, in deren Schale die Weiterentwicklung zu Zysten erfolge, erklärte Biologe Pellmann. Diese Dauerform harre dann auf der Grasnarbe aus. Fülle sich der See wieder, schlüpften innerhalb weniger Tage Feenkrebs-Larven.

Quelle: ntv.de