Der TagVater soll Matratze mit dreijährigem Sohn angezündet haben
In Lennestadt in Nordrhein-Westfalen soll ein Mann seinen Sohn vor mehr als einem Monat heimtückisch ermordet haben - davon gehen die Ermittler aus.
Der tatverdächtige Vater des dreieinhalb Jahre alten Jungen soll seinen Sohn nach bisherigen Erkenntnissen gewürgt oder stranguliert haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Unklar sei, ob diese Verletzungen bereits tödlich gewesen seien. Danach soll er das Kind auf eine Matratze in einem Abstellraum gelegt und die Unterlage angezündet haben. Dabei habe er vermutlich Brandbeschleuniger genutzt.
Die Ermittlungen zu den Umständen und Hintergründen der Tat dauern noch an. Der Vater des Kindes und seine Mutter hatten sich vor mehr als einem Jahr getrennt. Seither hatte es mit der Zustimmung der Mutter bereits mehrere kurze Besuche des Kleinkindes bei dem aus Marokko stammenden Mann gegeben.
Nachdem er das Feuer in seiner Wohnung gelegt hatte, war der zum Tatzeitpunkt 33-Jährige aus dem Fenster gesprungen - mutmaßlich um sich selbst zu töten.
Der Mann befindet sich noch immer im Justizkrankenhaus. Ein Haftbefehl war kurz nach der Obduktion des Kinderleichnams beantragt worden.