Der TagVater von Hanau-Attentäter in Psychiatrie
Bei dem rassistischen Anschlag in Hanau tötet Tobias R. neun Menschen. Stunden später entdeckt die Polizei die Leiche des Schützen in seiner Wohnung. Dort stoßen die Ermittler auch auf die Leiche seiner 72-jährigen Mutter. Neben dem mutmaßlichen Täter befand sich eine Waffe, insgesamt wurden zwei Waffen sichergestellt. Der Vater war zu dem Zeitpunkt ebenfalls in der Wohnung. Dieser war Behörden in der Vergangenheit unter anderem aufgefallen, weil er Beschwerden erhoben hatte. Er hat nach Angaben des Generalbundesanwalts aber Zeugenstatus und ist kein Beschuldigter. Die Behörden müssen jetzt klären: Wusste er von den Plänen seines Sohnes?
Wie die "Bild"-Zeitung erfahren hat, wurde der 72-Jährige wohl in die Vitos-Psychiatrie nach Gießen gebracht und dort wegen eines schweren Schocks behandelt. Er soll erneut von BKA-Beamten befragt worden sein. Ein Schulfreund berichtet der Zeitung, dass der Vater von Tobias R. ihm verboten haben soll, sich mit Migranten zu befreunden.