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Der TagVatikan schmeißt ultrakonservativen Papst-Feind raus

05.07.2024, 20:42 Uhr

Der ultrakonservative italienische Erzbischof Carlo Maria Vigano ist nach jahrelanger scharfer Auseinandersetzung mit Papst Franziskus exkommuniziert worden. Der Ausschluss des 83-jährigen Vigano erfolge wegen dessen "Weigerung, den Pontifex anzuerkennen und sich ihm unterzuordnen", erklärte das vatikanische Dikasterium der Glaubenslehre. Die Entscheidung könnte zu Verwerfungen in ultrakonservativen Kreisen der katholischen Kirche führen, in denen das Pontifikat Franziskus' kritisch beäugt wird.Vatikan spricht Carlo Acutis offiziell heilig

Zur Begründung des Ausschlusses Viganos erklärte das Dikasterium, das bis 2022 den Namen Glaubenskongregation getragen hatte, von dem Erzbischof seien "öffentliche Äußerungen wohlbekannt, die die Ablehnung (...) der Gemeinschaft mit den ihm unterstellten Mitgliedern der Kirche und der Legitimität und lehramtlichen Autorität des Zweiten Vatikanischen Ökumenischen Konzils zeigen". Vigano wurde im Juni angeklagt. Der Vorwurf lautete Verdachts des Schismas, Leugnung der Legitimität des Papstes und Ablehnung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Vigano erklärte daraufhin, er betrachte die Anklage als "Ehre".

Quelle: ntv.de