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Der TagVerbände fordern 100 Milliarden Euro für Schulen und Kitas

01.06.2023, 11:53 Uhr

Das deutsche Bildungssystem hat massive Probleme. Da wären etwa ein eklatanter Lehrkräftemangel, marode Gebäude und eine mangelhafte digitale Ausstattung. Die Bildungsministerin Stark-Watzinger verkündete bereits stolz, eine Milliarde Euro für ein Startchancenprogramm für sozial benachteiligte Schüler zu investieren. Mit Blick auf die 100 Milliarden für die Bundeswehr ist das doch recht dünn. Gewerkschaften, Bildungsverbände, Eltern- und Schülervertretungen sehen das ähnlich, fordern den Bund auf, mindestens 100 Milliarden Euro für eine "echt Bildungswende" in Kitas und Schulen zur Verfügung zu stellen. Ebenso soll er mindestens zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Forschung investieren. Damit beziehen sich die Akteure auf eine Vereinbarung, die 2008 mit der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel geschlossen wurde. Den aktuellsten Daten des Statistischem Bundesamts vom April zufolge lagen die Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft im Jahr 2021 bei 351,3 Milliarden Euro, das waren 9,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Außerdem fordern sie einen Staatsvertrag, in dem sich alle Bundesländer verpflichten, genügend Lehrkräfte auszubilden und die Studienabschlüsse gegenseitig anzuerkennen.

Quelle: ntv.de