Der Tag

Der Tag Verband will jüdisches Leben und Kultur in arabischen Ländern fördern

Nach der Annäherung zwischen mehreren arabischen Ländern und Israel wollen die in sechs Golfstaaten lebenden Juden ihre Kultur dort stärker fördern. Jüdische Gemeinden in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Kuwait, Katar und dem Oman schließen sich dafür zu einem neuen Verband zusammen. Ziel sei es, jüdisches Leben in diesen Staaten "aufblühen zu lassen zum Vorteil von Anwohnern und Besuchern", teilte der Verband Jüdischer Gemeinden am Golf (AGJC) zu seiner Gründung mit. Vor allem die Emirate und Bahrain beteiligen sich am interreligiösen Dialog. In Bahrain werden jüdische Feiertage zelebriert, in den Emiraten leben schätzungsweise 3000 Juden.

In der emiratischen Metropole Dubai, die sich gern als weltoffen präsentiert, werden in einer Synagoge seit Jahren jüdische Gottesdienste abgehalten. Katar will als Gastgeber der Fußball-WM 2022 auch koscheres Essen anbieten und selbst das streng islamische Saudi-Arabien hat einen Dialog mit jüdischen Vertretern und Institutionen begonnen. Der neue Verband Jüdischer Gemeinden am Golf will unter anderem ein Rabbinatsgericht ("Beth Din") schaffen, um etwa in Streitigkeiten zu Geschäften und Erbschaften zu schlichten. Zudem sollen Zertifizierungen für koschere Speisen vereinheitlicht werden, um Juden dort das Leben und Reisen zu erleichtern.

Quelle: ntv.de

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