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Der TagVerdächtiger im Fall Lügde auf Bildern zu erkennen

22.03.2019, 10:48 Uhr

Die verschwundenen Beweismittel im Fall des massenhaften Kindesmissbrauches auf einem Campingplatz in Lügde bleiben unauffindbar. "Wir haben alles auf den Kopf gestellt, vom Keller bis zur Damentoilette", sagte der Sonderermittler Ingo Wünsch dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Außerdem habe man 30 Befragungen durchgeführt. Die CDs tauchten aber nicht wieder auf. Wünsch sieht jetzt die Staatsanwaltschaft am Zug: "Die hat andere Möglichkeiten im Rahmen der Strafprozessordnung. Ich persönlich will jedenfalls unbedingt erfahren, was mit den CDs passiert ist."

Trotz der fehlenden Asservate hält der Sonderermittler die Beweise für "ausreichend". Es gebe "sehr belastendes Bildmaterial, auf dem der Haupttatverdächtige eindeutig zu erkennen ist." Kriminaldirektor Wünsch war vom NRW-Innenministerium zur Kreispolizeibehörde Lippe gesandt worden, nachdem dort 155 Datenträger verschwunden waren.