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Der TagVergewaltigung, Würgen, Beißen, Schlagen: "Dämonenaustreiber" in Unterfranken verurteilt

13.11.2024, 09:38 Uhr

Er malträtierte seine Opfer auf besonders grausame Weise: Weil er seinen Mitbewohnern angebliche Dämonen austreiben wollte, setzte ein 42-Jähriger in Unterfranken Schlafentzug, Drogen und psychische Manipulation als Methoden ein. Im Frühjahr 2023 fügte er einem Mitglied der Lebensgemeinschaft auf verschiedene Weise Gewalt zu - unter anderem durch Vergewaltigung, Würgen, Beißen und Schlagen. Die 31 Jahre alte Medizinstudentin, die zeitweise mit ihrem Peiniger verlobt war, trat als Nebenklägerin in einem Prozess gegen den Mann auf, der nun endete.

Das Landgericht Schweinfurt verurteilte den Angeklagten zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. Zudem ordnete die Kammer die Unterbringung des 42-Jährigen in einer Entziehungsanstalt an, teilte ein Gerichtssprecher nach der Entscheidung mit. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig. Ein psychiatrischer Gutachter sagte im Prozess, dass der 42-Jährige durch Drogen zeitweise in einem "Wahn" gewesen sei, ab wann, ist jedoch unklar. In der Wohngemeinschaft, deren Oberhaupt der Verurteilte war, leben nach deren Angaben ein bis zwei Dutzend Menschen. Anliegen sei, Menschen auf ihrem Weg der Heilung und des Wachstums zu unterstützen. Im Umfeld der Gemeinschaft soll es bereits zu mehreren Todesfällen gekommen sein, unter anderem durch Suizid und Drogen. Mehrere Menschen sind bereits aus der Gemeinschaft ausgestiegen.

Quelle: ntv.de