Der TagVermisstes Mädchen: Vatikan schließt Akte zum Fall Orlandi

1983 verschwindet Emanuela Orlandi, Tochter eines Vatikan-Angestellten, nach dem Besuch einer Musikschule spurlos. Nun hat der Vatikan seine Ermittlungen zu dem mysteriösen Verschwinden beendet. Der Fall werde zu den Akten gelegt, teilte der Kirchenstaat mit.
Vergangenes Jahr erst hatten Forensiker auf dem deutschen Pilgerfriedhof im Vatikan Gräber und ein Beinhaus geöffnet und nach Knochen gesucht, die von Orlandi stammen könnten. Die Suche war jedoch erfolglos.
Bis heute schlägt der ungelöste Fall hohe Wellen. Anfangs gingen die Ermittler von einem Zusammenhang mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. 1981 aus. In anonymen Anrufen und Briefen war kurz nach Emanuelas Verschwinden gefordert worden, den Attentäter Ali Agca im Austausch freizulassen. Zu einem Austausch kam es allerdings nicht.