Der TagVersehentlicher Luftangriff tötete bis zu 170 Menschen
Nach dem irrtümlichen Luftangriff auf ein Flüchtlingslager im Nordosten von Nigeria geht die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) inzwischen von bis zu 170 Todesopfern aus. Dies ergebe sich aus übereinstimmenden Berichten von Lagerbewohnern und örtlichen Verantwortlichen, erklärte MSF. Allein Mitarbeiter der Organisation hätten rund 90 Tote gezählt. "Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder", hieß es.
Nach Angaben von Helfern wurde das Flüchtlingslager zwei Mal im Abstand von knapp fünf Minuten bombardiert. Dort haben Zehntausende vor der Gewalt der islamistischen Terrororganisation Boko Haram Zuflucht gesucht. Der Luftangriff hätte dem nigerianischen Militär zufolge Boko Haram gelten sollen. Die Streitkräfte leiteten eine Untersuchung des Vorfalls ein.