Der TagVerteidigungsministerium hisst Regenbogenflagge - aus doppeltem Anlass
Über dem Bundestag weht die Regenbogenfahne nach dem Willen von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner nur noch einmal im Jahr. Eine Entscheidung, die auch Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützt. O-Ton: Das Parlament sei kein "Zirkuszelt".
Beim Verteidigungsministerium - eine Einrichtung, die wohl kaum unter Zirkusverdacht steht - sieht das anders aus. Die beiden Dienstsitze in Berlin und Bonn zeigen heute Flagge. Dafür gibt es gleich doppelten Anlass: Am 3. Juli 2000 wurde ein Erlass aufgehoben, der homosexuellen Soldaten die Eignung als Vorgesetzte abgesprochen und sie von Beförderungen ausgeschlossen hatte. Seit Juli 2021 gilt zudem das Rehabilitierungsgesetz, das Unrechtsurteile aufhebt und entschädigt. Das Wehrressort bezeichnet die gehisste Fahne als "ein starkes Zeichen für Solidarität mit queeren Soldatinnen und Soldaten, für Kameradschaft und gesellschaftliche Verantwortung".