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Der TagVier Frauen in Spanien in 24 Stunden getötet - Minister verurteilt "Macho-Terror"

29.12.2022, 19:26 Uhr
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Frauen protestieren immer wieder gegen "Macho-Gewalt" in Spanien. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Das eigene Zuhause kann für Frauen ganz schnell zum gefährlichsten Ort der Welt werden - wenn der Partner, Vater oder Bruder über Tod oder Leben entscheidet. Spanien geht seit mehreren Jahren mit Sonderstaatsanwaltschaften und speziellen Gerichten entschlossen gegen die dort oft als "Macho-Gewalt" bezeichneten Straftaten vor. Umso schockierender ist es wohl, dass binnen 24 Stunden vier Frauen in Spanien von ihren Partnern getötet wurden. Statistisch ist es eine Frau etwa alle acht Tage (in Deutschland alle drei Tage). Innenminister Fernando Grande-Marlaska verurteilt männliche Gewalt gegen Frauen als "Macho-Terrorismus". Der Staat werde alles unternehmen, diese Verbrechen zu beenden, sagte Grande-Marlaska nach einer Krisensitzung in Madrid. Alle Polizeidienststellen des Landes seien aufgerufen worden, den Schutz von Frauen und Kindern zu verstärken.

  • Ein 52-Jähriger bei Toledo brachte seine 32-jährige Frau um, die im neunten Monat von einem anderen Mann schwanger war.

  • In Madrid erstach ein Mann die 20-jährige Tochter seiner früheren Partnerin.

  • In Bilbao wurde eine weitere Frau von ihrem Ex-Freund erstochen.

  • In Benidorm stürzte eine 22-Jährige aus dem sechsten Stock in den Tod - ihr gleichaltriger Freund wurde festgenommen.

Quelle: ntv.de