Fahrgäste empört über "Diskriminierung"WDR testet Rassentrennung in Essener Bussen
Die Fahrgäste des Essener Verkehrsunternehmens Evag haben einen Rassismus-Test des WDR mit Bravour bestanden. Der Sender allerdings handelte sich auch Kritik ein.
Für eine Sendung inszenierte der WDR auf der Linie 160 in Essen einen Bus mit für "Deutsche" reservierten Sitzen. Ausländer mussten hinten sitzen.
Schauspieler stellten vor den nicht eingeweihten Fahrgästen eine Szene dar, in der ein Deutscher einen Ausländer von einem der reservierten Sitze verweist.
Die Essener Fahrgäste reagierten sofort empört und stellten sich vor das vermeintliche Rassismusopfer, wie die Evag mitteilte.
Das Experiment wurde daraufhin abgebrochen. Die ahnungslosen Fahrgäste wurden aufgeklärt.
Der WDR erhielt Lob und Kritik für das Experiment, das einige als geschmacklos empfanden.