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Der TagWHO: Computerspielsucht ist eine Krankheit

05.01.2018, 20:29 Uhr
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Stundenlanges Spielen ist bei Süchtigen die Regel. (Foto: picture alliance / Lukas Zwiesse)

Hand aufs Herz, liebe Leser: Haben Sie schon einmal eine Verabredung sausen lassen, weil sie in "Super Mario" das nächste Level erreicht haben? Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten können, dann sind Sie womöglich suchtgefährdet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Computerspielsucht als "ein mit Online- oder Offline-Computerspielen zusammenhängendes Verhalten, bei dem die Kontrolle über das Spiel verloren geht, dem Spiel Vorrang vor anderen Aktivitäten gegeben wird und schließlich andere Interessen in den Hintergrund gedrängt werden".

Das exzessive Daddeln soll deshalb nun als Krankheit anerkannt werden. Dazu müsse der Betroffene aber mindestens ein Jahr lang ein Suchtverhalten gezeigt haben, heißt es. Charakteristisch sei dabei, dass Betroffene trotz negativer Folgen weiter spielten - teils sogar intensiver.