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Der TagWadephul hofft auf große Geldmengen für "größte humanitäre Krise"

15.04.2026, 09:32 Uhr

Im Sudan passiert seit Jahren Furchtbares, und, so weh es auch tut, hinschauen ist wichtig. Einen Anlass dazu bietet nun auch die internationale Sudan-Konferenz heute in Berlin. Außenminister Johann Wadephul hofft, dass dort mehr als eine Milliarde Dollar an humanitären Hilfszusagen zusammenkommen werden. Es gehe bei der Geberkonferenz im Auswärtigen Amt darum, Staaten zur Hilfe zu motivieren, "um einfach das unermessliche Leid etwas zu lindern", sagte Wadephul am Mittwoch im Deutschlandfunk. Kanzler Friedrich Merz hatte die Lage in dem ostafrikanischen Land am Vortag als "größte humanitäre Krise der Gegenwart" bezeichnet.

Dort leiden zurzeit mehr als 20 Millionen Menschen wegen des Bürgerkriegs an Hunger. Die Lage im Sudan zeige die Ohnmacht der ganzen Weltgemeinschaft, kritisierte Wadephul. Man müsse seit drei Jahren eine humanitäre Katastrophe hinnehmen, ohne sie beenden zu können. Aber die heutige Sudan-Konferenz sei ein weiterer Versuch, dagegen anzukämpfen. Hintergrund ist der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und der RSF-Miliz, der am Mittwoch in sein drittes Jahr geht. Einige arabische Länder unterstützen die Rebellen mit Waffen. In dem Konflikt wird Hilfsorganisationen zufolge Hunger auch gezielt als Waffe eingesetzt und die Agrarproduktion zerstört.

Quelle: ntv.de