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Der TagWächtersbach: Angeschossener Eritreer wurde schon früher angefeindet

09.08.2019, 19:46 Uhr

Vor zweieinhalb Wochen schießt ein Mann im osthessischen Wächtersbach einen 26-Eritreer in den Bauch und nimmt sich anschließend das Leben. Dank einer Notoperation überlebt das Opfer den mutmaßlich fremdenfeindlichen Angriff.

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus berichtet der Eritreer nun, dass er schon vor der Tat Opfer rassistischer Anfeindungen war.

  • "Wir sind beschimpft worden, ja. Oder jemand zeigt einem mal den Stinkefinger. Aber dann denkt man: Die sind bestimmt besoffen", sagte der 26-Jährige dem "Spiegel".

  • Nach Angaben des Magazins plagen den Eritreer seit den Schüssen Schlafprobleme. Er und seine Frau überlegen mittlerweile, aus Wächtersbach wegzuziehen - auch aus Furcht vor Nachahmungstätern.