Der TagWäschetrockner setzen große Mengen an Mikrofasern frei
Von Waschmaschinen ist lange bekannt, dass sie Mikrofasern mit dem Wasser in die Umwelt spülen. Elektrische Wäschetrockner sind aber auch nicht besser. Pro Durchlauf würden sie Tausende Mikrofasern aus der Wäsche in die Umgebung abgeben, schreiben zwei Forscherinnen aus den USA vom Central Wyoming College in Jackson in der Fachzeitschrift "Plos One". Die Fasern gelangten über die Entlüftungseinrichtung der Trockner direkt in die Natur.
Die Wissenschaftlerinnen hatten die Menge an freigesetzten Mikrofasern in zwei US-Bundesstaaten und mit unterschiedlichen Trocknern bestimmt. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass elektrische Wäschetrockner ein potenziell großes Volumen an synthetischen und nicht synthetischen Mikrofasern aus Kleidung und Heimtextilien in unsere Umwelt einbringen", schreiben die Forscherinnen. Sie verweisen darauf, dass in 80 Prozent der amerikanischen Haushalte ein Wäschetrockner steht (Stand 2015). In Deutschland sind es 42 Prozent (Stand 2017). Es müsse dringend nach Möglichkeiten geforscht werden, wie sich der Mikrofaser-Eintrag in die Umwelt verringern lasse.