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Der TagWaffenruhe, Wal und Konjunktureinbruch: Das wird heute wichtig

22.04.2026, 06:41 Uhr

Liebe Leserinnen und Leser,

die gute Nachricht kam bereits am späten Dienstagabend: Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird verlängert. Was das genau bedeutet, ist unklar. Zuletzt konnten sich die beiden Kriegsparteien nicht auf neue Gespräche einigen, wohl weil die Positionen in wesentlichen Punkten zu weit auseinanderlagen. Der Iran sandte keine Vertreter nach Islamabad und auch die US-Delegation um Vizepräsident Vance machte sich, anders als von US-Präsident Trump behauptet, nicht auf den Weg zu Gesprächen. Die weitere Entwicklung lesen Sie in unserem Iran-Ticker.

Auch auf EU-Ebene spielt der Iran-Krieg heute eine Rolle - genauer gesagt dessen Auswirkungen. Die Kommission stellt einen Plan vor, wie der Staatenbund auf die entstandene Energiekrise reagieren will. Es soll eine Abfederung von Preisen für Bürger und Unternehmen geplant sein und eine bessere Koordinierung zwischen den Mitgliedsstaaten beim Kauf und Verbrauch von Öl und Gas stattfinden.

Auch auf Deutschland sind die Auswirkungen groß, wie sich um 14.15 Uhr zeigen wird. Dann stellt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche die Konjunkturprognose der Bundesregierung vor. Die hatte zu Jahresbeginn noch bei 1,0 Prozent gelegen. Anfang April wurde sie angesichts des Iran-Kriegs bereits nur noch bei 0,6 Prozent Wachstum gesehen. Wie die Verlängerung der Waffenruhe zeigt, ist der Konflikt nach wie vor nicht gelöst.

Verteidigungsminister Boris Pistorius stellt heute das neue Verteidigungskonzept der Bundeswehr vor. Darin sollen Aufbau, Struktur und Umfang und somit die Zukunft der Streitkräfte dargelegt werden.

Am Abend versucht der Deutsche Meister FC Bayern München, endlich mal wieder das Finale des DFB-Pokals zu erreichen. Bayer Leverkusen steht im Halbfinale im Weg. Im letzten Jahr scheiterten die Münchner an genau diesem Gegner, allerdings bereits im Achtelfinale. Dieses Jahr sind sie klarer Favorit.

Am Abend (22 Uhr deutscher Zeit) legt Tesla Geschäftszahlen vor. Der US-Elektroautobauer kriselt seit mehr als einem Jahr. In den USA konnten die Verkaufszahlen zuletzt noch überzeugen. Allerdings lief dort auch eine Kaufförderung seitens der US-Regierung aus, sodass viele Käufer noch zuschlugen. In Deutschland, aber auch Europa allgemein, hat der Konzern dagegen einen schweren Stand. Auch auf dem wichtigsten Absatzmarkt China kriselt es gewaltig.

Und dann bleibt noch der Wal. Nachdem der am Montag kurze Zeit Aktivität zeigte und einige Kilometer schwamm, herrscht nun wieder Ruhe. Dafür sorgt die Retterinitiative für gehöriges Aufsehen. Gegenseitige Vorwürfe, Abgänge, ein Schlaganfall einer Ärztin bestimmen die Situation in den letzten zwei Tagen. Ob sich in Sachen Rettung auch tatsächlich etwas tut, bleibt abzuwarten.

Das ist es für den Moment. Ich hoffe, Sie sind für den Start in den Tag gut informiert. Alles Geplante und Unverhoffte lesen Sie bei ntv.de. Im Tag begleite ich Sie bis 14 Uhr. Mein Name ist Alexander Schultze. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!

Quelle: ntv.de