Der TagWahl zum "Unwort des Jahres" geht in entscheidende Phase

Am Freitag ist "Heißzeit" zum Wort des Jahres gekürt worden. Fehlt noch das "Unwort des Jahres". Dieses wird am 15. Januar gekürt. Bis Ende des Jahres werden noch Kandidaten für die Wahl angenommen, bislang gibt es 722 Einsendungen mit 417 unterschiedlichen Vorschlägen - die meisten thematisieren die Flüchtlingspolitik. Der von CSU-Politiker Markus Söder benutzte Begriff "Asyltourismus" sei am häufigsten genannt worden, sagte die Sprecherin der sprachkritischen Jury, Nina Janich, der Deutschen Presse-Agentur in Darmstadt. Als weitere Beispiele nannte sie "Anti-Abschiebe-Industrie", "Abschiebeverhinderungsindustrie", "sicherheitsgefährdende Schutzsuchende", aber auch "DSGVO". Die sprachkritische Jury macht mit der "Unwort"-Wahl jedes Jahr auf problematische Wortschöpfungen aufmerksam, die "gegen das Prinzip der Menschenwürde" und "Prinzipien der Demokratie" verstoßen.