Der TagWas heute wichtig wird
Freitag, fast schon Wochenende. Oder ist bei Ihnen bereits Wochenende? Weil Sie zum Beispiel eine Vier-Tage-Woche haben? Mit vollem Lohnausgleich natürlich. Viele Menschen würden sich sicher dafür aussprechen, wenn ihnen ihr Arbeitgeber ein solches Angebot machen würde. Wie sieht's bei Ihnen aus, würden Sie ja sagen? Lassen Sie es mich, Sabine Oelmann, wissen und schreiben Sie mir an dertag@n-tv.de, wenn Sie mögen.
Was heute ansteht:
Im Ukraine-Krieg besteht die Gefahr einer neuen Front - in Belarus bringen Kremlchef Putin und Machthaber Lukaschenko gemeinsam Truppen in Stellung. Offiziell beteuert Minsk, in der Ukraine nicht aktiv eingreifen zu wollen. Kiew aber sieht Belarus längst als Kriegspartei - auch weil Moskau die Militärbasen des Nachbarn von Anfang an für Angriffe auf die Ukraine genutzt hat.
Vor der UN-Weltklimakonferenz in Ägypten drängen Menschenrechtler und Aktivisten auf härtere Forderungen an die Gastgeber. Die COP drohe, das Image eines Landes zu tünchen, in dem Proteste faktisch verboten sind und Regierungskritiker verfolgt werden. Geht der Klimaschutz in diesem Jahr auf Kosten der Menschenrechte?
In Brüssel haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten beim Gipfeltreffen auf gemeinsame Maßnahmen zur Eindämmung der ansteigenden Energiepreise geeinigt. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, am frühen Freitagmorgen mitteilten, gibt es nun einen "sehr guten und soliden Fahrplan", um weiter am Thema Energiepreise zu arbeiten. Die 27 Länder haben sich unter anderen darauf geeinigt, an einem gemeinsamen Gaspreisdeckel arbeiten zu wollen.
Heute soll entschieden werden, ob die Kreditwürdigkeit von Großbritannien herabgestuft wird. Damit könnten die Finanzierungskosten des Staates mitten in der Regierungskrise steigen. Die britische Premierministerin Liz Truss kündigte am Donnerstag angesichts einer fatalen Regierungsbilanz nach rund sechs Wochen ihren Rücktritt an. Mit dem am 23. September vorgestellten "Mini-Haushalt", der umfassende unfinanzierte Steuer-Kürzungen vorsah, hatte sie schwere Turbulenzen an den Finanzmärkten ausgelöst und das Pfund unter Druck gesetzt.
Der Bundestag stimmt heute nach einer Debatte über den 200 Milliarden Euro schweren Abwehrschirm gegen die sprunghaft gestiegenen Energiepreise ab. Dazu soll der in der Coronavirus-Pandemie geschaffene Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) reaktiviert und befüllt werden. Noch in diesem Jahr sollen 200 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden, damit der WSF Unternehmen und Bürgern helfen kann.