Der TagWas heute wichtig wird
Ich begrüße Sie am Freitag, dem 18. Oktober, und wage mal einen Blick in die Glaskugel. Berlin: Stau. Der amerikanische Präsident ist in der Hauptstadt, und rijang ne wa plü. Läuten Sie doch am besten schon das Wochenende ein, denn die Sicherheitsmaßnahmen bringen Autos und Öffis zum Stillstand, und das noch bis in den Abend. Und - hat's was gebracht, der Blitzbesuch? So weit reichen meine hellseherischen Qualitäten dann doch nicht. Aber sobald wir etwas wissen, sagen wir Bescheid. Und damit zu den anderen Themen des Tages:
Nach dem Tod von Hamas-Anführer Jahja al-Sinwar im Gazastreifen sehen die Regierungen in Israel und den USA größere Chancen für ein Ende des seit über einem Jahr andauernden Krieges in Nahost. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht von einem Meilenstein, und US-Präsident Joe Biden glaube nun an eine Chance auf einen "Tag danach".
Deutsche Unternehmen und andere Organisationen haben in diesem Jahr testweise eine Vier-Tage-Woche erprobt, in der die Beschäftigten trotz reduzierter Arbeitszeit wie in einem Vollzeit-Job bezahlt werden. Eine Studie der Universität Münster wird um 11 Uhr in Düsseldorf vorgestellt.
Der Bundestag debattiert ab 9 Uhr über das sogenannte Sicherheitspaket der Ampel-Koalition und will es im Anschluss beschließen. Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag von Solingen hatte die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP das Vorhaben auf den Weg gebracht. Vorgesehen ist unter anderem ein allgemeines Verbot von Messern auf öffentlichen Veranstaltungen.
Die Linke trifft sich ab heute zu ihrem dreitägigen Bundesparteitag in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt. Nach einer Serie von Wahlniederlagen und der Abspaltung des Flügels um Sahra Wagenknecht hofft die Partei auf einen Neustart. Am Samstag wird eine neue Parteispitze gewählt.
Die deutschen Sport- und Innenminister reden heute mit den Spitzen von Deutschem Fußball-Bund und Deutscher Fußball-Liga über Gewalt und Sicherheit im Fußball. Vor dem Gipfeltreffen hatten Vorschläge aus der Politik zu schärferen Sanktionen für Krawallmacher bis hin zu Tribünenschließungen und Stadionverboten für Kritik bei vielen Fans gesorgt.