Der TagWas im ersten deutsch-britischen Freundschaftsvertrag vereinbart wurde
Berlin und London kommen sich näher - so das bisherige Ergebnis der Großbritannien-Reise von Kanzler Friedrich Merz. Denn: Erstmals schlossen Deutschland und Großbritannien haben erstmals einen Freundschaftsvertrag geschlossen. Merz und der britische Premierminister Keir Starmer unterzeichneten den in weiten Teilen noch von der früheren Bundesregierung ausgehandelten Vertrag bei einem Treffen. Enthalten sind neben der Absicht einer engen Sicherheits- und Rüstungskooperation auch eine Beistandsverpflichtung im Krisenfall sowie Visa-Erleichterungen beim Schüleraustausch. Sehr wichtig aus britischer Sicht ist die Vereinbarung, dass Deutschland dem Königreich im Kampf gegen illegale Migration hilft.
"Der Vertrag ist einerseits ein Zeichen der Normalisierung der deutsch-britischen Beziehungen nach dem Brexit", sagte der Europa-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik, Nicolai von Ondarza. "Der Vertrag ist andererseits ein Zeichen, dass Großbritannien wegen der transatlantischen Unsicherheit noch wichtiger als Sicherheitspartner geworden ist."
