Der Tag"Was zum Teufel ist gerade passiert?": Details zu tödlichem Baldwin-Schuss veröffentlicht
Anderthalb Wochen nach dem tödlichen Schuss am Filmset des Westerns "Rust" sind neue Details über den Ablauf des Unglücks publik geworden. Die Zeitung "Los Angeles Times" sprach mit gut einem Dutzend Crew-Mitgliedern. Nach dem Abfeuern des tödlichen Schusses rief Darsteller Alec Baldwin demnach aus: "Was zum Teufel ist gerade passiert?" Er hätte Kamerafrau Halyna Hutchins und Regisseur Joel Souza eigentlich nur zeigen wollen, wie er in einer Szene eine nicht geladene Waffe ziehen und abdrücken würde. Das Projektil der scharfen Pistole durchschlug Hutchins' Körper und traf danach Souza an der Schulter. Einem Augenzeugen zufolge sagte Hutchins, als sie blutend auf dem Boden lag: "Das war nicht gut. Das war überhaupt nicht gut." Die 42-Jährige erlag auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen.
Der "LA Times"-Recherche zufolge hatte es am Set schon zuvor Sorge über die Sicherheit und auch Skepsis gegenüber der relativ unerfahrenen Waffenmeisterin gegeben. Ein Mitglied der Filmcrew sagte der Zeitung, dass vor dem tödlichen Vorfall mindestens drei weitere Male Waffen mit Platzpatronen losgingen, obwohl sie eigentlich ungeladen hätten sein sollen. Auch dass es während Teilen der Produktion keinen Arzt am Set gab, sei Grund für Besorgnis gewesen. Laut einem Polizeibericht war der Regieassistent derjenige, der Baldwin die Waffe überreichte, aus der der tödliche Schuss gefallen sein soll. Demnach rief er: "Kalte Waffe" (cold gun), als er Baldwin diese gab - um dem Schauspieler zu signalisieren, dass in der Pistole keine scharfe Munition sei. Dem Bericht zufolge räumte der Assistent in einer Befragung ein, er habe die Sicherheitsvorkehrungen nicht strikt befolgt und die Waffe nur unvollständig geprüft.