Der TagWegen Kälteeinbruch: Berlin räumt größtes Obdachlosencamp

Angesichts des erwarteten Kälteeinbruchs wird Berlins größtes Obdachlosencamp - an der Rummelsburger Bucht - aufgelöst. "Wegen des Wetters mit Kälte, Schnee und Feuchtigkeit ist die Lage sehr bedrohlich, wir können nicht mehr gewährleisten, dass Leib und Leben für die Menschen hier gesichert sind", sagte Kevin Hönicke, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Berlin-Lichtenberg. In Zusammenarbeit mit dem Senat sei eine Unterkunft für 100 Menschen gefunden worden - eine Traglufthalle, die schon oft für Obdachlose genutzt worden sei. Auf der Brache an der Spree-Bucht leben die Menschen in Zelten und anderen Unterkünften.
Bei der Obdachlosenzählung in Berlin vor einem Jahr war es der Ort mit den meisten Obdachlosen: 81.
Dahinter folgte die Gegend am Bahnhof Zoo mit 71 im Freien lebenden Menschen.
Am Donnerstag seien an der Rummelsburger Bucht 40 bis 50 Zelte gezählt worden, sagte Hönicke.
Das Areal ist Bauland. Dort sollen Wohnungen und die Touristen-Attraktion "Coral World" entstehen.