Der TagWegen Schulstraße: Eltern müssen täglich 700 Kilogramm Verkehrsschilder aufstellen

Eine Straße in Berlin-Wilmersdorf soll für Kinder auf dem Schulweg sicherer gemacht werden. Deshalb wird die Straße vor dem Schulgebäude nach einem Bericht des "RBB" seit heute jeden Tag zwischen 7:30 und 8:15 für ein kurzes Stück für den Autoverkehr gesperrt. So weit, so gut. Das einzige Problem: Für das Aufstellen und Entfernen der Schilder, die dazu benötigt werden, müssen die Eltern selbst sorgen. Und das hat es ganz schön in sich. Für die Beschilderung und Gestaltung sind 700 Kilogramm an Schildern und Baken nötig. Nach der Dreiviertelstunde müssen die 700 Kilogramm an Material wieder eingesammelt und gelagert werden. Ein Vater beschreibt im Bericht, wie er neunmal mit dem Hubwagen hin und her fahren musste, nur um Barken zur Absperrung zu transportieren.
"Natürlich sorgen sich die Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder und nehmen darum diese Verantwortung und Mühen auf sich. Aber es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass dem Bezirk und dem Land dieses Thema so egal ist - das macht sprachlos!", zitiert der "RBB" Ragnhild Sørensen vom Verein "Changing Cities". Angelegt sei das Projekt auf drei Monate. In dieser Zeit müssen sich die Eltern darum kümmern. Danach soll darüber diskutiert werden, ob eine Dauerlösung gefunden werden kann.