Der TagWeitere Todesopfer nach Überschwemmung in Türkei
Das viele Wasser hätte die Türkei wahrlich an anderer Stelle gebrauchen können - nämlich an der Mittelmeerküste, wo Wälder en masse in Flammen standen. Stattdessen bilden die Wassermassen andernorts Überschwemmungen, die ihrerseits für enorme Zerstörung sorgen - und für viele Opfer. Einige Regionen seien noch ohne Strom, teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad mit. Insgesamt sind Afad zufolge bisher mindestens 77 Tote gefunden worden. Bei 14 sei die Identität noch nicht geklärt. 34 Menschen gelten weiterhin als vermisst.
Heftige Regenfälle haben in den vergangenen Tagen zu den schlimmsten Überflutungen seit Jahren in der türkischen Schwarzmeerregion geführt. Besonders betroffen sind die Provinzen Kastamonu, Sinop und Bartin. Mehrere Häuser wurden von den Fluten zum Einsturz gebracht, auch Brücken stürzten ein. Viele Orte haben weiterhin keinen Strom. Aufräumarbeiten sind im Gange, um Straßen und Gebäude von Schlamm zu befreien, den die Fluten zurückgelassen haben.
Nach Ansicht von Experten ist neben dem Klimawandel auch die Begradigung von Flüssen und die Einengung des Flusses Ezine im Bezirk Bozkurt ein Faktor für die starken Überschwemmungen.