Der TagWeizsäcker-Mörder: "Habe meine Tat nie bereut"
Der Mörder des Berliner Mediziners Fritz von Weizsäcker bereut die Messerattacke bis heute nicht. "Ohne die Überzeugung, das Richtige zu tun, hätte ich nicht diese Entschlossenheit an den Tag gelegt", sagte der 57-Jährige vor dem Berliner Landgericht in seiner bereits zweiten Erklärung zu den Vorwürfen.
"Ich habe meine Tat nie bereut", betonte der Angeklagte am vierten Prozesstag. Er habe sich im Recht gefühlt. Zugleich beklagte er sich, er werde "vergleichsweise für Pillepalle an den Pranger gestellt". Es sei ihm egal, was aus ihm werde.
Als Mordmotiv nimmt die Staatsanwaltschaft Hass auf die Familie des Getöteten an, insbesondere auf den früheren Bundespräsidenten. Laut Anklage wollte er als "Kollektivschuld" Tote im Vietnam-Krieg an dem Sohn des früheren Bundespräsidenten rächen.
Bereits Ende Mai hatte der Angeklagte den tödlichen Angriff auf den 59 Jahre alten Professor gestanden, sich aber ohne Schuldgefühle gezeigt. Die Tötung sei geplant und ein Anschlag auf die Familie seit Jahren sein "Lebensziel" gewesen. "Ich bin froh, dass er tot ist", sagte er.