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Der TagWeselsky gibt Denkfehler zu - GDL streikt trotzdem

06.03.2024, 06:15 Uhr

Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL), räumt ein, die Lage im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn in einem Aspekt falsch dargestellt zu haben. "Aus Versehen", wie Weselsky gegenüber der Süddeutschen Zeitung betont. "Mir ist in der Pressekonferenz ein Denkfehler unterlaufen", sagte Weselsky.

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Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat den Termin für den nächsten Streik gesetzt. Heute soll der Ausstand im Güterverkehr der Deutschen Bahn beginnen. (Foto: picture alliance/dpa)

Weselsky hatte in der Pressekonferenz am Montag erklärt, die unabhängigen Vermittler im Tarifstreit hätten nur eine Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 36,5 Stunden angeboten, davon eine halbe Stunde als Wahlmodell. Im inzwischen veröffentlichten Papier der Moderatoren ist allerdings von einer Absenkung der Arbeitszeit auf 36 Stunden die Rede. Weselsky erklärte am Dienstagnachmittag, er habe am Montag nur den vorherigen Zwischenschritt im Kopf gehabt. Der endgültige Vorschlag von 36 Stunden sei nach dem Zwischenschritt gekommen.

Sein Fehler ändere aber nichts an seiner Ablehnung des Moderatoren-Vorschlags, sagte Weselsky weiter. Denn dieser enthalte keinen Schritt Richtung 35 Stunden, der Ausgangsforderung der GDL. Außerdem gebe es in dem Papier noch andere problematische Aspekte.

Quelle: ntv.de