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Der TagWestjordanland: Junger Palästinenser erschossen, Siedler dringen in Dorf ein

21.08.2026, 20:44 Uhr
SAIR-HEBRON-WEST-BANK-AUGUST-21-2026-Palestinians-attend-the-funeral-of-17-year-old-Karim-Sand-Shalaldeh-in-the-village-of-Sair-east-of-Hebron-after-he-was-killed-during-a-settler-attack-on-the-village-earlier-in-the-day-Several-Palestinians-were-also-injured-and-a-house-was-set-on-fire-during-the-attack-Photo-by-Mosab-Shawer-JNA-Press-Sipa-USA
Zahlreiche Menschen versammeln sich im Dorf Sa'ir zur Beerdigung des 17-Jährigen. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland hat stark zugenommen. Nun gibt es dort erneut einen tödlichen Vorfall. Nach palästinensischen Angaben hat ein Israeli einen 17-jährigen Palästinenser erschossen. Zudem sei ein 70-jähriger Mann verletzt worden, heißt es weiter von örtlichen Behörden. Der Schütze habe eine Gruppe jüdischer Siedler bewacht, die das Gebiet eines palästinensischen Dorfes betreten hätten. Nach Angaben des israelischen Militärs bewarfen Dorfbewohner die Siedler mit Steinen und verletzten einige, woraufhin der Mann das Feuer eröffnet habe. Der Vorfall ereignete sich in dem Dorf Sa'ir nahe der Stadt Hebron. Das israelische Militär spricht von einer "nicht genehmigten Wanderung" der Siedler. 

Das Gebiet steht unter ziviler Kontrolle der Palästinenser-Regierung. Israelis ist der Zutritt grundsätzlich untersagt. Im Westjordanland leben etwa drei Millionen Palästinenser und rund 500.000 Siedler. Die meisten Staaten betrachten die Siedlungen als völkerrechtswidrig, was Israel jedoch unter Berufung auf einen biblischen Anspruch auf das Land zurückweist. 

Quelle: ntv.de