Der TagWindenergiebranche zeigt sich zuversichtlich
Für die Windenergiebranche läuft es wohl recht gut. Die positiven Einschätzungen des vergangenen Halbjahrs für Deutschland, Europa, Nordamerika und Asien blieben weitgehend erhalten, heißt es im elften Trendindex der Windenergy Hamburg, der Weltleitmesse für Windenergie. Vor allem Asien und Nordamerika setzen ihren Aufwärtstrend fort, Europa, Afrika, Australien und Zentral- sowie Südamerika fallen leicht ab. Im Offshore-Bereich, also bei der Energiegewinnung aus Wind auf dem Meer, verbessere sich Deutschland. Leider soll es sich auf dem Festland verschlechtern, der Ausbau geht nur schleppend voran.
500 Marktakteure nahmen an der Befragung teil. Eine klare Mehrheit ging dabei davon aus, dass die Leistungsfähigkeit der Windräder on- wie offshore bis 2030 noch deutlich steigen wird. So rechnen sie onshore mit einer durchschnittlichen Größe von 8,2 Megawatt pro Windrad, offshore seien es 18,8 Megawatt. Aktuell liegt die Nennleistung an Land zwischen zwei und fünf Megawatt, auf See bei fünf bis zwölf Megawatt. Rechnerisch kann ein Windrad mit einer Nennleistung von sechs Megawatt in einem Jahr rund zehn Gigawattstunden Strom produzieren und damit bis zu 3500 Haushalte ganzjährig mit Energie versorgen.
So optimistisch die Branche auch ist, Sorgen gebe es weiterhin, wie es in der Untersuchung heißt. Da wäre etwa der Fachkräftemangel, aber auch lahme Genehmigungsverfahren. Wachstum wird zwar weiterhin erwartet, doch es gibt eben auch Luft nach oben.