Der TagZahl der Ausweisungen 2019 stark gestiegen
Die deutschen Behörden haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Ausländer ausgewiesen als 2018. Besonders die Ausländerbehörden im Südwesten machten von dieser Möglichkeit häufig Gebrauch.
Nach Angaben der Regierung ergingen 2019 insgesamt 11.081 entsprechende Verfügungen. Das waren 50 Prozent mehr als 2018, als 7408 Menschen ausgewiesen wurden. Die meisten Verfügungen richteten sich gegen Ukrainer (1252), Albaner (1220) und Serben (828). Die Ausweisung ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr.
Auch Ausländer, die eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis haben, können ausgewiesen werden, wenn von ihnen nach Einschätzung der Behörden eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht. Das trifft beispielsweise auf Drogenhändler oder Unterstützer von Terrorgruppen zu.
Die Betroffenen müssen Deutschland dann verlassen und dürfen nicht wieder einreisen. Kommen sie der Aufforderung zur Ausreise nicht nach, kann eine Abschiebung folgen.