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Der TagZahl der Beschwerden über verspätete Briefe steigt enorm

02.10.2022, 07:52 Uhr

Die Beschwerden über verspätete oder gar nicht angekommene Briefe häufen sich in einem außergewöhnlichen Ausmaß. Die Bundesnetzagentur schreibt, im September seien fast 5000 Post-Beschwerden eingegangen, somit seien es im dritten Quartal rund 11.500 gewesen. Zum Vergleich: In der ersten Jahreshälfte waren es rund 8900 und im gesamten Vorjahr 15.100 Beschwerden. Die Behörde sagt, meist sei es bei den Beschwerden im Sommer um Briefe gegangen. Für den Briefbereich gab es deshalb mehrere Ermahnungen seitens der Behörde. Sanktionen kann sie allerdings nicht verhängen. Und geklärt ist damit auch nicht, warum so viele Briefe erst spät oder gar nicht ankamen. Womöglich ist dies ein Hinweis: Die Deutsche Post hatte Mitte September von "Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung" in den Sommermonaten Juli und August gesprochen und dies mit einem coronabedingt hohen Krankenstand und mit dem Fachkräftemangel begründet. Eine Firmensprecherin sagte damals, dass die betriebliche Lage inzwischen "wieder stabil" sei. Die September-Zahlen lassen aber vermuten, dass die Probleme noch immer nicht behoben sind.

Quelle: ntv.de