Der Tag

Der TagZechenarbeiter stirbt unter Tage

17.12.2018, 21:26 Uhr
112974895
In diesem Jahr hatten gut 800 Bergleute in Ibbenbüren noch mehr als 800.000 Tonnen Anthrazitkohle gefördert. (Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Wochen nach der Schließung der Zeche Ibbenbüren ist in dem Bergwerk im Münsterland ein Arbeiter unter Tage ums Leben gekommen. Das teilte der Betreiberkonzern RAG mit.

  • Der Tote sei ein 29 Jahre alter Mitarbeiter. Er wurde nach ersten Erkenntnissen in einer sogenannten Wettertür eingeklemmt und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der Industriemechaniker sei seit 2006 auf dem Bergwerk beschäftigt gewesen.

  • Das Bergwerk in Ibbenbüren am Rande des Münsterlandes war Deutschlands nördlichstes Kohle-Bergwerk und machte vor zwei Wochen dicht.

  • Nach dem Schluss der aktiven Förderung werden die Maschinen von Untertage an die Oberfläche geschafft. Die Abschlussarbeiten dauern üblicherweise rund ein Jahr. Mit der Schließung der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop wird am 21. Dezember der deutsche Steinkohlebergbau endgültig eingestellt.