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Der TagZeugenbefragung könnte Indiz gegen Trump liefern

04.10.2019, 06:44 Uhr
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Der bisherige Sondergesandte für die Ukraine, Kurt Volker, nach seiner Befragung vor dem Kongress. (Foto: imago images/ZUMA Press)

Wie gesagt, die Ukraine-Affäre in den USA beschäftigt uns auch heute, denn die Demokraten treiben ihre Untersuchungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren weiter voran. Anlass ist ein Telefonat, in dem US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat zu Ermittlungen gegen Joe Biden und seinen Sohn Hunter ermuntert haben soll.

Gestern wurde bereits der bisherige Sondergesandte für die Ukraine, Kurt Volker, stundenlang angehört. Und der könnte brisantes Material geliefert haben. Heute soll der Generalinspekteur der US-Geheimdienste, Michael Atkinson, vor den drei ermittelnden Ausschüssen im Repräsentantenhaus aussagen.

Denn einem Bericht der "New York Times" zufolge sollen Volker und der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, eine Stellungnahme für Selenskyj vorbereitet haben, mit der sich die Ukraine verpflichtet hätte, Ermittlungen gegen den Gaskonzern Burisma aufzunehmen. Das Unternehmen hatte einst Joe Bidens Sohn Hunter beschäftigt. Sollte der Bericht zutreffen, wäre es ein weiteres Indiz dafür, dass die Regierung aktiv für Ermittlungen geworben hat, die Trumps Rivale Biden schaden würden.