Der TagZoff im Walretter-Team - Hoffen auf steigenden Wasserpegel
Der gestrandete Buckelwal in der Bucht der kleinen Ostsee-Insel Poel hat sich über die Nacht nicht von der Stelle bewegt. Er liege weiterhin in der Ausfahrt zur Wismarbucht, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Auf Livestreams im Internet ist zu sehen, wie sich der Rücken des rund 12 Meter langen Tiers bewegt und der Wal atmet.
Nachdem Helfer gestern den ganzen Tag damit beschäftigt waren, Schlick unter dem tonnenschweren Tier abzusaugen und wegzublasen, lag es am Abend tiefer im Wasser. Das lindert seine Not, weil der Wal in zu flachem Wasser von seinem eigenen Gewicht erdrückt werden könnte. Das Niedrigwasser bleibt aber ein Problem.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie teilte mit, dass der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau liege. Gegen 12 Uhr steigt der Wasserstand der Vorhersage nach um etwa 15 Zentimeter, bevor er gegen Abend wieder um rund 15 Zentimeter sinken soll. Da der Wal nun in einer künstlich freigespülten Kuhle liegt, dürfte es für ihn umso schwerer werden, sich daraus wegzubewegen.
In der Berichterstattung um den vor Poel gestrandeten Buckelwal rückt der Fokus zudem zunehmend auf das Helferteam und die internen Streitigkeiten. ntv-Reporter Ibrahim Kayed fasst die neuesten Entwicklungen in Mecklenburg-Vorpommern zusammen.