Der TagZoom schließt Konto von chinesischen Menschenrechtlern
Die populäre Video-Plattform Zoom hat nach einem Medienbericht das Konto einer Gruppe von chinesischen Menschenrechtsaktivisten in den USA geschlossen. Diese hatte zuvor in einer Videokonferenz eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in China abgehalten. Wie die US-Webseite "Axios" berichtete, verwies Zoom darauf, dass es sich "an örtliche Gesetze halten" müsse, ohne China direkt zu nennen. Es sei inzwischen aber wieder reaktiviert worden.
Das Gedenken hatte der damalige Studentenführer Zhou Fengsuo, Gründer der in den USA ansässigen Organisation "Humanitarian China", am 30. Mai über ein bezahltes Zoom-Konto organisiert. Rund 250 Personen hatten teilgenommen. Am 7. Juni wurde sein Konto geschlossen. Ein weiteres Zoom-Konto des prodemokratischen Hongkonger Politikers Lee Cheuk Yan konnte ebenfalls nicht mehr benutzt werden. "Wir sind empört über das Vorgehen von Zoom", sagte Zhou Fengsuo.