Der TagZu viel Unterhaltung: Söder kritisiert ARD und ZDF

Gerade während der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs bietet das Fernsehen für viele Zuschauer eine willkommene Ablenkung vom Alltag. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder übt nun allerdings Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Für den Politiker zeigen ARD und ZDF offenbar zu viele Unterhaltungsformate. "Zu ihrem Auftrag gehört in gewissem Umfang Unterhaltung - aber nicht alles", erklärt Söder im Gespräch mit der "Zeit". Komiker seien etwa "bei einem Privatsender genauso gut aufgehoben". Außerdem könne man sich "darüber streiten, ob die ARD den hundertsten Degeto-Spielfilm braucht, wie 'Glück am Wörthersee' oder so ähnlich".
Zudem müsse es bei Ausgaben für Sportrechte, also beispielsweise für die Übertragung von Fußballspielen, "Grenzen geben", meint Söder weiter. Dafür fordert er mehr Meinungspluralismus. Der Politiker erklärt: "Als jemand, der sich liberalkonservativ fühlt, sehe ich nicht, dass sich das bürgerliche Spektrum ausreichend angesprochen fühlt."