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Der TagZugeklebt: Gipfelkreuz an Zugspitze muss restauriert werden

11.11.2025, 06:53 Uhr

Sticker-Wut statt goldener Glanz auf Deutschlands höchstem Berg: Das bekannte Gipfelkreuz an der Zugspitze strahlt nicht mehr und soll deshalb restauriert werden. Es ist mit Hunderten Stickern beklebt, mit denen sich Besucher dort verewigt haben. Die Demontage und der Transport des 4,88 Meter hohen und 300 Kilogramm schweren Kreuzes ins Tal sind aufwendig. Ein Helikopter holt es am Gipfel in 2962 Metern Höhe ab. Im Tal wird es auf einem Lastwagen in die Werkstatt der Kunstschmiedin Andrea Würzinger nach Eschenlohe gebracht. Allein die Restaurierung soll nach Angaben der Bayerischen Zugspitzbahn einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag kosten. Am 28. November zum Start der Skisaison - so hoffen die Zugspitzbahn und die Kunstschmiedin - sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und das Kreuz an seinen Platz zurückgebracht werden.

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Das goldene Gipfelkreuz wird immer mehr zugeklebt. (Foto: picture alliance/dpa)

Dann wird das Zukleben mit Stickern wieder von vorne beginnen? Die Sticker-Wut der Besucherinnen und Besucher soll in den vergangenen Jahren eskaliert sein: Als das Kreuz, 1993 von Andreas Vater Franz Würzinger gebaut, nach etwa 15 Jahren erstmals nachvergoldet wurde, hätten darauf drei Sticker geklebt, berichtet die Tochter. Bei der Neuvergoldung zum Start der neuen Zugspitzseilbahn 2017 waren es rund 70 - und nun kleben Hunderte Sticker in drei Lagen auf dem Kreuz.

Quelle: ntv.de