Der TagZuggäste brechen in ICE ins Bordbistro ein

Wegen eines Motorschadens im ICE irgendwo im Nirgendwo festsitzen, bei defekter Klimaanlage im Sommer schwitzen oder am Bahnhofsgleis in der Kälte ausharren, weil der Zug gar nicht erst auftaucht - Ärger und Verzweiflung über die Deutsche Bahn können schon groß sein, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Doch was zwei Männer aus Osnabrück in der vergangenen Nacht im ICE 920 von Koblenz nach Köln umgetrieben hat, erschließt sich mir und wohl auch der Bundespolizei nicht ganz. Hunger oder Durst könnten eine Rolle gespielt haben: Die Beiden brechen etwa um 2 Uhr morgens ins Bordbistro ein. Doch die 25 und 26 Jahre alten Männer werden auf frischer Tat ertappt. Das scheint sie jedoch nur mäßig zu interessieren, denn als die Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof dazu kommt, sitzen die beiden Tatverdächtigen wohl noch inmitten ihres Diebesgutes beziehungsweise der leeren Verpackungen.
Wie die Bundespolizei weiter berichtet, hätten die Männer zuvor das Rolltor des Bordbistros aufgebrochen. Der Wert der gestohlenen Mahlzeiten und Getränke beläuft sich den Angaben zufolge auf etwa 45 Euro - das ist doch bei den üblichen Bistro-Preisen gar nicht mal so viel! Zum Sachverhalt wollen sich die jungen Männer nicht äußern und dürfen nach einer Belehrung gehen. Vorher hatten sie sich noch nichts zu Schulden kommen lassen. Die verbotene Picknick-Tour bringt dem Duo jedenfalls ein Ermittlungsverfahren in einem "besonders schwerem Fall des Diebstahls" ein.