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Der Tag 329 Menschen ertrinken in Deutschland - auch Corona-Effekt

Bis zum Ende der Badesaison Ende August sind in Deutschland mindestens 329 Menschen ertrunken. Im Vergleich zu den ersten acht Monaten des Vorjahres waren dies 20 Badetote weniger, wie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mitteilt. Allerdings ertranken im August 117 Menschen - das war die Höchstzahl an Badetoten seit 17 Jahren.

Im vergangenen August starben 45 Menschen beim Baden in Gewässern. Selbst im heißen Sommer 2018 hatte es mit 110 Ertrunkenen etwas weniger Todesfälle im Hochsommermonat August gegeben. Zuletzt hatte die Zahl der Badetoten im Jahr 2003 höher gelegen, damals ertranken 129 Menschen im August.

Die Ursache für Badeunfälle sind DLRG-Präsident Achim Haag zufolge oft Leichtsinn, Selbstüberschätzung, eine zu hohe Risikobereitschaft und insbesondere das Schwimmen in unbewachten Gewässern. "Dadurch, dass zahlreiche Schwimmbäder coronabedingt geschlossen hatten oder nur beschränkt zugänglich waren, haben sich viele Menschen Alternativen im Freien gesucht." Damit seien auch die steigenden Zahlen bei gutem Wetter im August zu erklären, betonte Haag.

Quelle: ntv.de