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Der TagBeschwerden über Zwang bei Stimmabgabe in Russland

27.06.2020, 18:50 Uhr

Bei der Abstimmung über Russlands neue Verfassung, die Kremlchef Wladimir Putin die Macht sichern soll, häufen sich der Wahlleitung zufolge die Beschwerden über Nötigung von Bürgern. Es gebe bisher 105 Mitteilungen über einen möglichen Druck auf Wähler, ihre Stimme abzugeben, sagte die Chefin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, der Agentur Interfax zufolge am Samstag in Moskau. 75 von diesen Beschwerden müssten ernst genommen werden. Die Wahlleiterin hatte kritisiert, dass es viele anonyme Beschwerden gebe und die Bürger dann aufgefordert, das offiziell zu machen.

Auch Präsident Putin hatte zuletzt davor gewarnt, die Wähler zu zwingen und die Ergebnisse zu schönen. Das Resultat müsse "absolut zuverlässig und legitim" sein. Mit Stand Samstag lag die Wahlbeteiligung nach den Worten Pamfilowas bei 19,49 Prozent. Das waren mehr als 21 Millionen Stimmen. Insgesamt sechs Tage lang können sich 110,5 Millionen Wahlberechtigte an dem Referendum beteiligen. Es endet am 1. Juli.

Quelle: ntv.de