Der Sport-Tag"Fieber und Schüttelfrost": So kämpfte DHB-Star ums EM-Finale
Justus Fischer spielte bei der Handball-Europameisterschaft eine wichtige Rolle im deutschen Team. Der 23-jährige Kreisspieler fiel durch seine "Monster-Blocks" auf, begeisterte Fans und Teamkollegen. Ausgerechnet im Finale aber fiel er aus. Krank, vermutlich hatte er sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen. Über den Tag des Finals gegen den späteren Sieger Dänemark berichtet er nun bei Sky "Meine Geschichte". "Drei Stunden vor dem Spiel war die Frage: Kannst du mit, oder kannst du nicht mit? Zu dem Zeitpunkt hatte ich Fieber und Schüttelfrost, das war alles nicht so geil", so Fischer.
Er sei dennoch zur Halle gebracht worden, um einen Belastungstest zu absolvieren. "Ich habe dann versucht, auf dem Fahrrad etwas zu belasten. Dann wurde mir direkt schwindelig, ich musste mich wieder übergeben", sagte der Hannoveraner. "Da war klar, dass ich der Mannschaft nicht helfen kann. Da war die Entscheidung klar." Er musste das Spiel dann im TV auf seinem Hotelzimmer verfolgen - gesehen hat er aber nicht viel, so Fischer. "Ich muss ehrlich sagen, ich habe ungefähr 70 Prozent des Finales verschlafen, weil es mir richtig schlecht ging." Sein Team verlor 27:34 (16:18), gewann aber Silber. Bei der Siegerehrung trug Kumpel David Späth Fischers Trikot.