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Der TagImmer mehr Kinder landen in psychiatrischen Kliniken

19.01.2026, 19:48 Uhr

"Wir stecken in einer tiefen Krise. Uns geht's nicht gut und wenn wir da nicht rauskommen, dann hat das extreme volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen." Das sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Ende Oktober. Neue Klinikzahlen geben ihm Recht: Die psychische Gesundheit von Kindern und Teenagern geht spürbar bergab. Sie landen länger und öfter in Kliniken. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie warten viele inzwischen vier bis sechs Monate auf einen Platz. Vor vier Jahren lag die Zahl der stationären Behandlungen bei rund drei Vierteln des heutigen Aufkommens.

Laut Kinder- und Jugendreport der DAK belasten Corona-Pandemie, Klimakrise, Kriege, gesellschaftlicher Druck und Zukunftsängste viele junge Menschen; vor allem Mädchen seien wegen psychischer Probleme oft dauerhaft in Behandlung. Die Bundesschülerkonferenz fordert in einem 10-Punkte-Plan unter anderem:

  • mehr Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen

  • Medienkompetenz in allen Fächern

  • Schlüsselkompetenzen wie Selbstregulation und Stressbewältigung

Quelle: ntv.de