Der Börsen-ZahIst der erste Schock verdaut? Das wird für den Dax heute wichtig
Russlands begonnene Invasion in der Ukraine hat den Dax im Donnerstagshandel hart getroffen. Die Kurse hatten auf breiter Front nachgegeben und den deutschen Börsenleitindex bis unter die 14.000er-Marke und auf das Tagestief von 13.807 Zähler gedrückt. Im späten Geschäft konnte ein Teil der Verluste zwar wieder abgebaut werden, aus dem Handel verabschiedete sich der Index dennoch mit einem deutlichen Abschlag von 4,0 Prozent oder fast 580 Punkten und einem Kurs von 14.052 Stellen. Insgesamt belief sich die Handelsspanne auf knapp 825 Zähler. Die Verluste an der Wall Street fielen indes nicht ganz so hoch aus, was den Markt zum Ende hin stützte. Zum Wochenschluss könnte der Dax deutlich gefestigt starten: Er wird aktuell mit knapp 14.300 Punkten taxiert.
Damit scheint der erste Schreck verarbeitet zu sein, für die Anleger dürften somit auch die Inflationssorgen und Zinsspekulationen wieder eine Rolle spielen. In der Vorwoche hatten ein überraschend hoher Anstieg der US-Erzeugerpreise und der Einzelhandelsumsätze Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins im März um einen halben Prozentpunkt anheben wird. In diesem Zusammenhang warten Börsianer gespannt auf die Daten zu den US-Einkommen und -Konsumausgaben. Die Kauflaune der Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.
Daneben werden aus den USA auch der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan, Daten zum Auftragseingang langlebiger Güter veröffentlicht. In Deutschland stehen wiederum BIP-Zahlen auf der Agenda, ebenso in Frankreich. Daten zu den französischen Verbraucherpreisen und zum privaten Verbrauch werden ebenfalls veröffentlicht. Aus Brüssel gibt es zudem Daten zur EU-Verbraucherstimmung.
Von Unternehmensseite stehen BASF-Zahlen auf dem Programm. Zudem veröffentlichten mehrere Konkurrenten von Dax-Konzernen Geschäftsergebnisse, so etwa Holcim und Swiss re.