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Der TagKopenhagen verbietet Nerzzucht bis 2022

21.12.2020, 19:10 Uhr

Es waren grausige Bilder, die in den vergangenen Wochen aus Dänemark um die Welt gingen: Fast 17 Millionen Nerze mussten in dem skandinavischen Land gekeult und vergraben werden. Die Regierung hatte ihre Tötung Anfang November angeordnet, nachdem auf einigen Zuchtfarmen eine mutierte und auf den Menschen übertragbare Form von Sars-CoV-2 entdeckt worden war.

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Mehrere Millionen Nerze wurden in Dänemark bereits getötet und vergraben. (Foto: picture alliance/dpa/NTB/AP)

Nun geht Kopenhagen im Kampf gegen das Coronavirus noch einen Schritt weiter: Bis Januar 2022 bleibt die Nerzzucht verboten. Züchter, die sich nicht an die Regel halten, müssten ihre Tiere töten, heißt es in einem vom Parlament verabschiedeten Gesetz.

Viele der knapp 17 Millionen Kadaver wurden auf Militäranlagen nahe Holstebro und Karup im Westen Dänemarks vergraben. Das Problem: Durch den Zersetzungsprozess könnten große Menge an Phosphor und Stickstoff im Boden freigesetzt werden, die im schlimmsten Fall Trinkwasser und Badegewässer kontaminieren könnten. Vier Millionen der toten Nerze sollen deshalb kommendes Jahr wieder ausgegraben und verbrannt werden.

Quelle: ntv.de