Essen und Trinken

Intelligenz kann man essen Gehirnfett statt Bauchfett

Liebe geht bekanntermaßen durch den Magen. Aber wer hätte das gedacht: Geist auch! Unsere Kinder sollen dereinst die Schönsten, die Klügsten und die Erfolgreichsten sein. Die werdende Mama kann jede Menge selbst dazu beitragen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Denn die Ernährung in der Schwangerschaft spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Eine gute Versorgung mit speziellen Fettsäuren fördert die kindliche Gehirnentwicklung und damit das im Kind angelegt Potential an Talenten und Intelligenz.

Medizinische Studien belegen bei einer optimalen Nährstoffversorgung auch nach der Geburt eine um zehn Prozent bessere psychomotorische Entwicklung im Alter von zweieinhalb Jahren, deutlich bessere Ergebnisse in Intelligenztests im Alter von vier Jahren sowie eine um zehn Prozent bessere Aufmerksamkeitsdauer im Alter von fünf Jahren. Umgekehrt kann eine oft hastige und auf Fastfood ausgerichtete Ernährung werdender Mütter zu Mangelsymptomen des Gehirnstoffwechsels führen. Mögliche Folgen sind Unkonzentriertheit und Lernstörungen bis hin zum ADHS-Syndrom (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom).

Minderversorgte Kinder weisen laut dieser Studien dagegen ein geringeres Geburtsgewicht, einen kleineren Kopfumfang, eine geringere Körpergröße und eine verzögerte Hirnentwicklung auf. Geht die Fehlernährung der Schwangeren dann mit einer Fehlernährung des geborenen Kindes weiter, verschlechtert der Mangel an Gehirnfettsäuren später ADHS (Lernstörung), Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) bzw. Dyskalkulie (Rechenschwäche).

Das menschliche Gehirn, das zu 60 Prozent aus Gehirnfett und zu 40 Prozent aus Proteinen besteht (bezogen auf das Trockengewicht), konnte sich nur zu seiner Größe entwickeln, weil bestimmte Gehirnfettsäuren als Nervenbaustoffe und Eiweiß reichlich in der Ernährung vertreten waren. Zuckerreiche Limonaden, Süßigkeiten, Brot, Kartoffeln und Nudeln liefern aber hauptsächlich Brennstoffe in Form von Kohlenhydraten und keine Gehirnbaustoffe. Je mehr davon gegessen wird, umso weniger Gehirnfettsäuren werden in der Regel aufgenommen. Benötigt werden aber eben diese, außerdem noch bestimmte Mineralstoffe wie Magnesium und Zink sowie Eiweiß.

Die wertvollen "Gehirnfettsäuren" sind Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäuren und vor allem in fettem Fisch (Aal, Makrele, Hering, Lachs), in Meeresfrüchten und Pflanzenölen (Oliven, Raps, Maiskeim, Sonnenblumen, Walnuss), in Wildfleisch, Obst, Gemüse und Nüssen vorhanden. ADHS-Forscher in den USA setzen daher bei Zappelphilipp-Kindern darauf, den IQ und die Ausgeglichenheit durch Nährstoffe zu steigern. Denkbar ungeeignet dafür ist jedoch Fastfood, das in der Kinderernährung leider erheblich zunimmt: Bauchfett statt Gehrinfett.

Bestens geeignet für eine gesunde Ernährung - gleichermaßen für die ganze Familie, Groß und Klein, schwanger oder nicht schwanger – ist aber unser heutiges "Mediterranes Ofengemüse":

Zutaten für 4 Personen:
3 Paprikafrüchte (am besten je 1 rot, gelb und grün)
2 Zucchini
1 Aubergine
4 Tomaten
3 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
100 ml Weißwein
100 ml Hühnerfond (aus dem Glas)
1 Rosmarinzweig
Olivenöl

Zubereitung:
Das gesäuberte Gemüse grob würfen (bitte nicht zu klein); außer Knoblauch. Die Rosmarinnadeln (bei Bedarf hacken) zu den Gemüsewürfeln geben, alles vorsichtig vermengen und in eine Auflaufform geben. Den Knoblauch pressen und auf dem Gemüse verteilen. Olivenöl darüber geben, dabei nicht geizen, denn die Auberginen saugen viel auf.

In den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen stellen und etwa 30 bis 40 Minuten garen und bräunen lassen. Mehrmals dabei umrühren.

In der Zwischenzeit aus Tomatenmark, Hühnerfond und Weißwein eine Soße herstellen und nach der ersten Garzeit über das Gemüse geben. Etwa 20 Minuten weiter garen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Schmeckt warm solo oder als Beilage zu Gegrilltem. Auch kalt nicht zu verachten!

Stets einen wachen Geist und guten Appetit wünscht Heidi Driesner, die sich hiermit in die Ferien verabschiedet. Tschüss bis zum 4. September!

Quelle: ntv.de