Im Jahr 1979 bahnte sich eine Revolution an. Ein neuer Transporter von Volkswagen sollte kommen.Bild 1 von 39 Der Transporter 3, wie Volkswagen seine Allzweckwaffe nannte, löste den rundlicheren T2 ab. Hier im Gruppenbild mit den beiden Vorgängern T2 und T1.Bild 2 von 39 Sagenhafte 5,5 Millionen Fahrzeuge des "Bullis", so der Volksmund, waren in den vorhergegangenen 30 Jahren gebaut worden. Große Fußstapfen also, in die der T3 da treten sollte.Bild 3 von 39 Einige Kunden hatten gar Hemmungen, sich überhaupt hinters Steuer zu setzen. Durch einen stärkeren Lenkeinschlag verringerte sich der Wendekreis allerdings auf 10,3 Meter.Bild 4 von 39 Durch die eckige Form hatte der Neue mehr Raum zu bieten - bei gleichen Abmessungen. Vor allem optisch aber wirkte der T3 deutlich größer.Bild 5 von 39 Das Bauprinzip des T3 war einfach, aber bewährt. Es blieb beim Frontlenker mit Heckmotor. Doch der ebenfalls klassische Boxermotor wurde durch die neue Konstruktion tiefer platziert. Das brachte mehr Platz im Kofferraum. Später kamen auch eigens konstruierte, flachere Boxermotoren hinzu. Die Heckklappenöffnung wuchs um 75 Prozent.Bild 6 von 39 Das Lenkrad stand deutlich steiler als beim Vorgänger. Das verbesserte die Ergonomie.Bild 7 von 39 Für den Transport von Personen gab es nur den Fensterbus mit Sitzbänken. Maximal neun Insassen fanden im Bulli Platz. Daran hat sich bis heute nichts geändert.Bild 8 von 39 Die gängigste Anwendung für den Bulli war der Transporter. Handwerker, Lieferanten und viele andere Dienstleister schworen auf das große Platzangebot und die Zuverlässigkeit der Motoren.Bild 9 von 39 Weitere Karosserie-Varianten folgten. Ebenfalls beliebt: Doppelkabine mit Pritsche. Besonders oft bei städtischen Fahrzeugen anzutreffen. Auch einen Kipper gab es vom T3.Bild 10 von 39 Es gab und gibt keine Anwendung für den Bulli, die es nicht gibt. Kühlfahrzeug, Montagewagen, Verkaufswagen, Feuerwehrwagen oder wie im Bild Krankenwagen. Als Kastenwagen ohne Bestuhlung, mit sieben, acht oder neun Plätzen. Was immer getan werden musste, der T3 bot über die Jahre für alles eine Lösung.Bild 11 von 39 Zur Premiere bekam der neue Bulli zwei bewährte Motoren mit auf den Weg. Neben dem bekannten 1,6-Liter-Motor mit 50 PS konnte der T3 auch mit einem Zwei-Liter-Boxer mit 70 PS geordert werden. 20 PS waren für damalige Verhältnisse eine gewaltige Leistungssteigerung.Bild 12 von 39 Bei schweren Lasten machte sich der niedrigere Schwerpunkt und die günstige Lastverteilung bemerkbar. Beladen wie leer wurde das Gewicht 50:50 auf beide Achsen verteilt. Dadurch ergab sich eine deutlich verbesserte Fahrstabilität.Bild 13 von 39 Zwei Jahre nach der Premiere kam der erste wassergekühlte Diesel in einem T-Modell. "Nicht durstig, nicht laut, nicht teuer", versprach ein zeitgenössisches Prospekt. Der 50-PS-Selbstzünder konnte das durchaus halten. Vor allem glänzte er bei schweren Lasten.Bild 14 von 39 1982 dann kam mit einem eigens konstruierten Boxer ein Leistungsschub. 112 PS brachte dieser ab 1984 sogar mit.Bild 15 von 39 Ab 1986 gab es für den T3 noch mal einen richtigen Innovationsschub. Die Benziner bekamen Katalysatoren. Dem Diesel spendierte man einen Turbo, der für 20 weitere PS sorgte. Die größte Neuerung war allerdings der Syncro.Bild 16 von 39 Auf allen Vieren konnte sich der T3 dann fortbewegen. Eine Viskokupplung machte den Allrad-Bus so richtig fit fürs Gelände, wo er sich selbst vor ausgemachten Geländewagen nicht verstecken musste.Bild 17 von 39 Durch den niedrigen Schwerpunkt und die sehr gute Lastverteilung gab es kaum ein Geläuft, vor dem der Bulli kapitulieren musste. Der Syncro wurde bei Steyr Puch in Österreich gebaut. Mit Doppelkabine kam bei verschiedensten Rallyes zum Einsatz. Heute ein gesuchtes Exemplar.Bild 18 von 39 Um die Geländegängigkeit zu beweisen, traten die beiden Österreicher Gerhard Plattner und Rudi Lins eine Weltumrundung an, die auch gelingen sollte.Bild 19 von 39 Selbst eine Kollision mit einem Känguru mit anschließendem Überschlag konnte die beiden nicht aufhalten.Bild 20 von 39 Auf der IAA 1985 zeigte Volkswagen den T3 Syncro als Safari-Version. Damit konnten die Globetrotter sofort auf Weltreise starten. Der Look war jedenfalls unverkennbar.Bild 21 von 39 Auch als Tristar mit Doppelkabine wurde der T3 gebaut.Bild 22 von 39 Ab 1988 wurde der California produziert. Er sorgte zunächst für Unruhe auf dem Markt. Vor allem bei den zahlreichen Umrüstern.Bild 23 von 39 Es gab ihn mit Aufstelldach und Hochdach.Bild 24 von 39 Zuvor hatte schon Westfalia eine eigene Campinglösung namens "Joker" am Markt gehabt. Diesen konnten sich aber viele Kunden nicht leisten.Bild 25 von 39 Die Ausstattung des ersten Wohnmobils von VW war gehoben. Dennoch gelang mit Großserientechnik und Sparsamkeit einen Einstiegspreis von 39.900 Mark.Bild 26 von 39 Beide Vordersitze des California ließen sich nach hinten drehen. Die mobile Ferienwohnung hatte eine schmale Küchenzeile mit Tisch zu bieten.Bild 27 von 39 Die zweiteilige Klappsitzbank im Fond des California ließ sich umlegen und bot so eine Liegefläche für zwei Personen.Bild 28 von 39 Dem California folgte die weitaus besser ausgestattete Variante Atlantic. Er hatte alles für die große Reise an Bord. Die Liste des Extras war noch weitaus länger und ließ kaum Wünsche offen.Bild 29 von 39 Ab 1981 wurde der T3 auch als Caravelle verkauft. Die Caravelle Carat hat eine noch bessere Ausstattung. Die Rundumbeplankung, vier Einzelsitze im Fond und eckige Dopelscheinwerfer zeichneten das Modell aus. Auf Wunsch war sogar eine Klimaanlage mit Abluft im Heck zu bekommen.Bild 30 von 39 Ganz neu war 1985 auch der Multivan. Die Ingenieure mussten ein umfangreiches Lastenheft abarbeiten, darunter: Übernachtungsmöglichkeit und viel Platz für Familie und Hobbygerät. Im Bild ist der LLE zu sehen, eine Weiterentwicklung des Multivans.Bild 31 von 39 Der Multivan konnte mit einem innovativen Raumkonzept glänzen. Den Klapptisch gab es als Serie.Bild 32 von 39 Kennzeichen war die Rücksitzbank im Heck, die sich zu einer Liegefläche umklappen ließ.Bild 33 von 39 Der T3 sollte die letzte Generation mit Heckmotor werden. 1,3 Millionen T3 wurde innerhalb der zwölf Jahre langen Produktion gebaut. Neben Hannover war auch Uitenhage in Südafrika Produktionsstandort. Dort liefen 22.000 Exemplare vom Band.Bild 34 von 39 Mehr als eine Generation begleitete das treue und robuste Fahrzeug durch Dick und Dünn. Ganze Kindheiten prägte der kantige Transporter.Bild 35 von 39 Kaum ein Winkel der Welt wurde von ihm nicht entdeckt.Bild 36 von 39 1986 konnte ein T3 gar den sechsmillionsten Transporter von VW überhaupt stellen. Im Werk in Hannover rollte er vom Band.Bild 37 von 39 Mittlerweile steht der T3 an der Schwelle zum Oldtimer-Dasein. Die ersten Exemplare feiern ihren 30sten. Als Gebrauchter ist er ein gesuchtes Auto.Bild 38 von 39 1990 endete die Produktion. Der T4 folgte dem Urgestein. Doch im Frühjahr 1992 legte VW nochmal eine Sonderserie von 2500 Autos im Design des Blue Star auf. Das Automuseum in Wolfsburg feiert den 30. des T3 mit einer Sonderausstellung. n-tv.de sagt: "Happy Birthday!" (Text: Markus Mechnich)Bild 39 von 39