Bilderserie
Montag, 09. März 2015

Die schönste Seite des Genfer Salons: PS-Monster am Lac Léman

Bild 1 von 41
Abseits des Bekannten präsentiert sich in Genf Glickenhaus, der als Autonarr und Ferrari-Fan gilt. Bereits mit dem P4/5 auf Basis des Ferrari Enzo hatte er einen echten Kracher am Start. Jetzt stellt sich die Scuderia Cameron Glickenhaus einer neuen Herausforderung. Und zwar gleich doppelt, denn der neue SCG 003 wird in einer Straßen- und einer Rennversion kommen. (Foto: Holger Preiss)

Abseits des Bekannten präsentiert sich in Genf Glickenhaus, der als Autonarr und Ferrari-Fan gilt. Bereits mit dem P4/5 auf Basis des Ferrari Enzo hatte er einen echten Kracher am Start. Jetzt stellt sich die Scuderia Cameron Glickenhaus einer neuen Herausforderung. Und zwar gleich doppelt, denn der neue SCG 003 wird in einer Straßen- und einer Rennversion kommen.

Abseits des Bekannten präsentiert sich in Genf Glickenhaus, der als Autonarr und Ferrari-Fan gilt. Bereits mit dem P4/5 auf Basis des Ferrari Enzo hatte er einen echten Kracher am Start. Jetzt stellt sich die Scuderia Cameron Glickenhaus einer neuen Herausforderung. Und zwar gleich doppelt, denn der neue SCG 003 wird in einer Straßen- und einer Rennversion kommen.

Die Power liefert ein modifizierter 3,5-Liter-V6-Biturbo-Motor aus dem Honda-Regal. Glickenhaus gibt 530 PS und ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmetern an. Geschaltet wird mit einem sequenziellen Getriebe.

Die Rennversion greift auf ein Aggregat von Autotecnica Motori zurück, das auf dem 3,5-Liter-V6-Renntriebwerk von Honda basiert. Mit einem selbst entwickelten Kohlefaserchassis liegt das Gewicht des SCG 003 bei 1350 kg. Die Gewichtsverteilung soll bei 49:51 liegen.

Auch Spania GTA ließ es sich nicht nehmen, in Genf die Neuauflage des GTA Spano zu präsentieren. Über eine sequenzielle Siebengangbox rast der neue GTA Spano in nur 2,9 Sekunden auf Landstraßengeschwindigkeit und fliegt am Ende mit einem Topspeed von mehr als 370 km/h über den Asphalt.

Möglich macht das ein längs verbauter 8,0-Liter-V10-Biturbo, der 925 PS leistet und ein maximales Drehmoment von bis zu 1200 Newtonmeter an die Antriebsräder schickt.

Was der Supersportler kosten wird, ist nicht bekannt. Auf allzu vielen Straßen wird er jedoch nicht zu sehen sein: Die Produktion ist auf 99 Exemplare beschränkt.

Der unumstrittene PS-König in der Schweiz ist aber Koenigsegg. Mit 1160 PS spielt der Zwilling des One:1 in einer ganz anderen Liga. Das Herz des Koenigsegg entspricht dem des normalen Agera, wenn man in dieser Leistungsklasse überhaupt von "normal" sprechen kann.

Der Fünfliter-V8 mit wird von zwei Turboladern mit Keramik-Kugellagern unter Druck gesetzt, genau genommen sind es 1,3 bar mit normalem Benzin und 1,4 bar bei der Verwendung von E85. Dieser Treibstoff besteht zu 85 Prozent aus Bioethanol und zu 15 Prozent aus normalem Benzin.

Seine 1160 PS liegen bei 7800 U/min an, maximal dreht das Triebwerk bis 8250 U/min. Die Literleistung beträgt beim Koenigsegg Agera RS 232 PS.

Aber auch bei den Alltagsautos geht es PS-geladen zu: Einen extremen Leistungsschub hat der Ende 2014 geliftete Audi RS6 bei Abt erhalten.

Der ohnehin bereits bärenstarke Nutzwert-Bolide mit ursprünglich 560 PS leistet als ABT RS6 R mit neuem Steuergerät und veränderter Abgasanlage 730 PS.

Mit einem Styling- und Performance-Paket erhält der VW Passat eine Aufwertung durch den Allgäuer Tuner.

Der serienmäßige 240-PS-Diesel leistet dank eines neuen Steuergeräts von Abt 280 PS, die durch ein Bodykit noch einmal richtig betont werden.

Auch Ford hat seinen Focus RS aufgewertet. Mit einem 2,3 Liter Triebwerk leistet der potenteste Focus 320 PS ...

... und soll wahlreise auf kurviger Landstraße oder auf der Rennstrecke wildern.

Auch Honda hat seinem Civic als Type R mit 310 PS ordentlich was unter die Haube gelegt. Honda beendet mit ihm eine lange Ära der Hochdrehzahlkonzepte.

Als Endgeschwindigkeit nennt der Hersteller 270 km/h und verzichtet damit auf die von den anderen Herstellern meist noch geübte freiwillige Selbstbeschränkung des Höchsttempos auf 250 km/h.

Kommen wir zurück zu den Supersportlern. Lamborghini zeigt auf dem Autosalon Genf den neuen Aventador SV. Der Name ist Programm: Wenn die Italiener das Top-Modell nach vier Jahren zum "Superveloce" aufrüsten, dann bauen sie nichts weniger als den stärksten, schnellsten und schärfsten Sportwagen in der Firmengeschichte.

Der 6,5 Liter große V12-Motor leistet 750 PS und katapultiert den 1525 Kilo leichten Zweisitzer mit bis zu 690 Newtonmetern in 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die 200er-Marke wischt bereits nach 8,6 Sekunden über den digitalen Tacho, nach 24,0 Sekunden flimmert eine "300" hinter dem Lenkrad und ein Ende findet die Raserei erst jenseits von 350 km/h.

Im Autoquartett hat aber auch der "Superveloce" keine Chance gegen den Koenigsegg Regera. Mit dem 1800 PS leistenden Geschoss haben die Schweden die Trumpfkarte nach Genf gebracht.

Dass die 1800 PS nicht ohne Hilfe aus einem 5,0-Liter-V8 gekitzelt werden, ist natürlich klar. Insgesamt unterstützen drei Elektromotoren den Verbrenner, wobei zwei davon ihre Kraft direkt an die Hinterräder leiten. Der dritte Motor arbeitet an der Kurbelwelle und hilft im unteren Drehzahlbereich aus, um Löcher im Drehmoment des Verbrenners zu stopfen.

Die Energie für die Elektromotoren liefert ein 620 Volt leistendes Akkupaket mit einer Kapazität von 9,27 kWh. Rechnet man die Leistung aus Verbrenner (1100 PS) und E-Motoren (700 PS) zusammen, und das machen die Schweden gerne, kommt man auf eine Systemleistung von knapp 1800 PS und ein Drehmoment von 2000 Newtonmetern.

Kein Wunder, dass sich der ehemalige Herrscher des Autoquartetts, der Bugatti Veyron, nach nunmehr zehn Jahren in Genf verabschiedet. Allerdings nicht ohne anzudrohen, dass er in anderer Form wiederkommt. Man darf gespannt sein.

Gleich zwei Supersportler hat Porsche im Gepäck. Mit Cayman GT4 und 911 GT3 RS bedienen die Zuffenhausener Kunden, denen ein Auto nicht schnell genug sein kann. Der Mittelmotor-Sportler Cayman tritt mit 385 PS an und wird neben Längsperformance vor allem Liebhaber schneller Kurvenfahrten ansprechen.

Nicht weniger rennstreckentauglich gibt sich der 500 PS starke GT3 RS, der die Leistungsspitze der Sauger-911 markiert.

Auch Audi darf mit dem neuen R8 in Genf herrlich über die Stränge schlagen. Zum Auftakt gibt es den frei saugenden V8 mit 5,2 Litern Hubraum und mindestens 540 PS.

Den Verbrauch des immerhin mit Zylinderabschaltung ausgerüsteten Triebwerks beziffern die Ingolstädter mit 11,8 Litern, was 275 g CO2/km entspricht.

Auch der McLaren 675LT feiert in Genf Premiere. Der 675LT ist das leistungsstärkste und schnellste Exemplar der Modellfamilie "Super Series". Er hat ein Trockengewicht von 1230 Kilogramm, 100 Kilo weniger als das leichteste Modell der Super Series.

Mit einem Leistungsgewicht von rund 1,5 PS je Kilogramm dürfte der Doppelturbo zu den schnellsten Fahrzeugen auf der Straße gehören. Mit dem Kürzel "LT", das für "Longtail" steht, lässt er Erinnerungen an die McLaren-Rennsporttradition anklingen. Kostenpunkt? 309.750 Euro brutto.

Nicht neu, aber nicht minder beeindruckend ist der Zenvo ST1. Ein unter Druck gesetzter 6,8-Liter-V8 entlädt in dem Supersportwagen 1104 PS.

Trotz elektronischer Fußfesseln fährt der Zenvo ST1, der 1688 Kilogramm wiegt, bis zu 370 km/h schnell.

Auch Morgan präsentiert einen überarbeiteten Aero 8. Für Sportwagenpower sorgt weiter ein 4,8-Liter-V8 aus dem BMW-Regal, der es auf 367 PS und 490 Newtonmeter Drehmoment bringt.

So feiert der Ferrari 488 GTB Weltpremiere und geizt natürlich nicht mit Leistung.

Immerhin darf man mit weniger schlechtem Gewissen genießen, denn die Italiener haben ihren 3,9 Liter großen Achtzylinder mit 670 PS analog zum ...

... California T ebenfalls per Turbo aufladen, was einen Normverbrauch von "nur" noch 11,4 Litern nach sich zieht.

Mit dem bildhübschen Kleinserien-Supersportwagen auf Basis des Ferrari 458 Spyder stellt die Marke mit dem Pferd im Logo eine Hommage an den legendären Designer Sergio Pininfarina auf die Räder - ...

... und an die über 60 Jahre andauernde Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Karosseriebauer.

MTM zeigt mit dem neuen RS 6 Clubsport, wie ein Porsche 911 GT3 im Kombiformat aussehen könnte.

Aston Martin stellt auf dem Genfer Salon einen besonders exklusiven Supersportwagen vor. Der Zweisitzer namens Vulcan soll nur 24 Mal gebaut werden und dürfte rund 2,5 Millionen Euro kosten. Eine Straßenzulassung ist da noch nicht einmal inklusive.

Den Antrieb des Vulcan übernimmt der aus anderen Sportwagen der britischen Marke bekannte V12-Benziner, der in der neuen Variante mit sieben Liter Hubraum auf eine Leistung von mehr als 800 PS kommen soll.

Fahrleistungen nennt der Hersteller noch nicht, sie dürften aber im Bereich von drei Sekunden beim Sprint auf Tempo 100 liegen, die Höchstgeschwindigkeit wird wohl mehr als 350 km/h betragen.

weitere Bilderserien