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Freitag, 04. Mai 2018

Autos auf 220.000 Quadratmetern: Rundgang auf der Auto China 2018

Von Holger Preiss

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Wer auf Pekings Straßen Elektroautos sucht, wird enttäuscht. Es gibt sie schlicht nicht. Die Straßen sind voll mit Verbrennern und auch Ladesäulen sucht man vergeblich. Anders auf der Auto China 2018. Hier steht die Zukunft auf Elektro. (Foto: Holger Preiss)

Wer auf Pekings Straßen Elektroautos sucht, wird enttäuscht. Es gibt sie schlicht nicht. Die Straßen sind voll mit Verbrennern und auch Ladesäulen sucht man vergeblich. Anders auf der Auto China 2018. Hier steht die Zukunft auf Elektro.

Wer auf Pekings Straßen Elektroautos sucht, wird enttäuscht. Es gibt sie schlicht nicht. Die Straßen sind voll mit Verbrennern und auch Ladesäulen sucht man vergeblich. Anders auf der Auto China 2018. Hier steht die Zukunft auf Elektro.

Das legen jedenfalls die vielfältigen Studien nahe, die in Peking ausgestellt werden. So zum Beispiel das Byton Concept. Ein voll autonom fahrendes Elektroauto, ...

... dessen Fokus ganz auf eine digitale Welt gerichtet wurde. Die "Batterien mit neuester Technologie" sollen das Concept Car über 520 Kilometer bringen.

Zu 80 Prozent ist der Akku nach 30 Minuten an einer DC-Säule geladen. Aber auch ein außergewöhnlich komfortables Fahrverhalten verspricht Vyton für sein Concept.

Nachdem Qoros der große Coup nicht gelungen ist, ist es in Europa still geworden um das chinesisch-israelische Joint Venture.

Wenngleich auch in diesem Jahr eine flotte Studie in den Messehallen zu finden ist.

Das Coupé wird natürlich elektrisch betrieben und weist den Weg in die Zukunft von Qoros.

Die junge Firma Weltmeister wird, was Elektromobilität betrifft, konkreter. Sie soll für alle erschwinglich sein, heißt es. Der "Commendatore GT" ist ein 2+2-Sitzer mit zwei E-Motoren, die gemeinsam die Allrad-Flunder bis zu 305 km/h schnell machen. Das Aufladen soll je nach Power der Säule in 35 Minuten möglich sein.

Der schnittige Flitzer wäre allerdings zu teuer. Seine Technik soll sich aber im SUV EX5 wiederfinden. Und der soll in Europa 30.000 Euro kosten.

Auch die Submarke von Great Wall WEY hat in Peking ein vollelektrisches Konzeptfahrzeug vorgestellt.

Das Design ist spektakulär mit einem vorstehenden vorderen Kotflügel, einer kurzen Motorhaube, einer scharf abgewinkelten Windschutzscheibe, einem langen Dach, das in einer Heckflosse endet, und breiten Schultern, die die D-Säule stützen.

Auch der Innenraum lässt die Besucher einen tiefen Blick in die Zukunft werfen.

Das enorme Bremslicht an der Heckflosse verbraucht wahrscheinlich mehr Strom, als beim Bremsen zurückgewonnen werden kann.

Bevor Wey mit seiner futuristischen Studie ums Eck schießt, wird wohl der R57 für klingende Kassen sorgen.

Geschickt haben die Chinesen hier Anleihen bei Volvo, Audi und Porsche genommen und dennoch ein ganz eigenständiges SUV auf die Räder gestellt.

Verstecken muss sich der Chinese jedenfalls optisch vor der europäischen Konkurrenz nicht.

Einst war die britische Marke MG für seine kleinen Flitzer bekannt. Mit dem Gang nach China steht jetzt mit dem x-motion erstmals eine SUV-Studie auf der Messe in Peking.

Schnittig in der Linie und gelungen in den Proportionen präsentiert sich der Crossover mit Elektroantrieb.

Dass das SUV kommen wird, steht außer Frage. Ob es allerdings auch in Europa zu haben sein wird, ist noch nicht geklärt.

Auch die in China sehr beliebte US-Marke Buick überrascht mit einer sehr schicken SUV-Studie, dem Enspire Concept.

Auch die US-Amerikaner setzen auf einen Elektroantrieb. Über Art und Kapazität der verbauten Batterie gibt Buick keine Auskunft, wohl aber über die bei Elektro-Autos wichtigsten Eckdaten

Das ist vor allem die Reichweite, die mit 595 Kilometern angegeben wird, eine vollmundige Ansage.

Die meisten SUV verkauft in China Haval. Das Unternehmen könnte diese Stellung auch noch einen Weile beibehalten, denn der neue F5 sieht richtig schick aus.

Angetrieben wird der F5 allerdings nicht von Elektromotoren, sondern von einem 1,5-Liter-Turbo-Benziner.

Der leistet 170 PS und drückt 285 Newtonmeter maximales Drehmoment auf die Vorderachse.

An der Seite des F5 steht der geliftete H6, der mit dem gleichen Triebwerk sein Fortkommen hat.

Die Kraft wird übrigens bei beiden Fahrzeugen über eine Siebengang-Automatik verteilt.

Auch Skoda versucht seinen Absatz über ein preiswertes SUV unterhalb des Karoq zu beflügeln.

Nicht nur äußerlich, auch im Inneren sieht der Kamiq seinen Brüdern sehr ähnlich. Allerdings sind die Materialien aus der preiswerten Kiste und ...

... die Plattform ist alt, genau wie der 1,5-Liter-Benzin-Motor, der den Skoda antreibt.

Auch Roewe hat in Peking ein neues und vor allem ganz eigenes SUV am Start, den RX8.

Der auf dem Rahmen des D90 von Maxus basierende fünf Meter lange RX8 hat sogar Allradantrieb.

Ebenfalls von Maksus geliehen ist der 2,0-Liter-Turbo-Benziner mit einer Leistung von 224 PS. Die Kraftverteilung erfolgt über eine Sechsgang-Automatik von Aisin.

Als Studie präsentiert Mercedes in Peking ein Maybach-SUV. "Der Vision Mercedes-Maybach Ultimate Luxury ist ein komplett neuer Archetyp, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat", erklärt Mercedes-Chefdesigner Gorden Wagener.

Und tatsächlich, während sich bereits Bentley und Rolls Royce an Luxus-SUV probieren, hat bis dato keiner den Mut gehabt, eine Stufenheck-Limousine und ein SUV in ein Blechkleid zu schmieden.

Weißes, weiches Nappa, Roségold und Tee sollen die Passagiere im Maybach-SUV entspannen.

Der Arbeitsplatz des Chauffeurs ist mindestens so luxuriös wie die zweite Sitzreihe. Jedenfalls für Leute, die gerne Auto fahren.

Doch während der Maybach noch ein Traum ist, ...

... steht die Langversion der A-Klasse in Kürze in den Schauräumen der chinesischen Mercedes-Händler.

Erstaunlich gelungen zeigen sich die Proportionen der Limousine und die Stuttgarter hoffen das ohnehin junge Publikum weiter für den Wagen begeistern zu können.

Das Durchschnittsalter der A-Klasse-Käufer liegt in China bei 30 Jahren.

Luxus wird in China ohnehin groß geschrieben und so präsentiert auch "Rote Fahne" seine Vision von einem Luxus-Coupé auf der Basis des H5.

Auch wenn böse Zunge hier eine Nähe zu Bentley sehen - die Chinesen mögen es.

Das Auto war umlagert und wenn es kommt, dann dürfte es seine Käufer finden.

So wie der H5 jetzt schon. Die ehemalige Staatskarossen-Schmiede findet in China großen Zuspruch.

Zwar mag im Innenraum noch nicht europäischer Standard erreicht sein, aber man ist auf einem guten Weg.

Angetrieben wird der auf der Plattform des Mazda 6 Atenza fahrende H5 von einem 1,8-Liter-Turbo-Beniner mit 178 PS, der mit einer Sechsgang-Automatik verbandelt ist.

Luxuriös will auch Kia in China vorfahren. Warum die Koreaner allerdings dafür eine Studie bemühen, die bereits 2016 in den USA zu sehen war, erklärt sich nicht.

Dabei ist der Telluride auch zwei Jahre später noch richtig schick.

Das Serienmodell des Telluride, das 2019 auf den Markt kommen soll, wurde übrigens schon als Erlkönig gesichtet.

Die Kia-Mutter Hyundai präsentiert in Peking den Lafesta, ein viertüriges Coupé, das optisch aber dem Kia Stinger nicht das Wasser reichen kann.

Angetrieben wird der Lafesta von einem 1,6-Liter-Turbo-Benziner, dessen genaue Leistungswerte noch nicht kommuniziert wurden.

Auf jeden Fall soll der Lafesta auch die modernsten Sicherheitssysteme haben. Welche das sind, wird beim Launch des Wagens verraten.

Auch der Teilehersteller KDC hat in Peking seine Idee für einen echten Elektroflitzer ausgestellt, den Regalo.

Leider ist das einem McLaren sehr ähnliche Sportwagenkonzept nur ein Hingucker.

Pläne für eine Serienfertigung gibt es nämlich definitiv nicht.

Anders verhält es sich mit der Studie der neuen Marke Aiways. Deren SUV soll 2019 auf den Markt fahren.

Obgleich der Hersteller kaum Veränderungen für die Serie verspricht, macht ein Blick in den Innenraum klar, dass der so nicht kommen wird.

Glaubhaft sind aber Seitenlinie und Heck.

Den Antrieb des SUV sollen Akkumulatoren und E-Motoren besorgen.

Schließlich sei noch auf die Fahrzeuge eines chinesischen Startups in Peking hingewiesen. Das Unternehmen arbeitet mit Pininfarina zusammen, was optisch einiges hermacht, und ...

... beeindruckt auch beim Antriebskonzept für seine Fahrzeuge.

Alle Fahrzeuge, die bis dato nur Studien sind, sollen mit Elektroantrieb unterwegs sein.

Der Clou ist allerdings, dass eine Mikroturbine als Reichweitenverlängerer fungieren soll.

Wie das genau funktioniert, kann an dieser Stelle nicht gesagt werden. Aber wenn es bekannt ist, wird n-tv.de darüber berichten.

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