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Freitag, 09. Februar 2018

Korea feiert Olympia-Auftakt: Geölte Brust, Bermudashorts und ein historischer Handschlag

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Die 23. Olympischen Winterspiele in Südkorea sind offiziell eröffnet. (Foto: REUTERS)

Die 23. Olympischen Winterspiele in Südkorea sind offiziell eröffnet.

Die 23. Olympischen Winterspiele in Südkorea sind offiziell eröffnet.

Mit einem Glockenschlag beginnt die Zeremonie in Pyeongchang, die den Auftakt für die kommenden 16 Tagen bildet.

Mehr als 2900 Sportler aus 92 Nationen werden bis zum 25. Februar an insgesamt 102 Medaillenentscheidungen teilnehmen.

Den Anfang der Feierlichkeiten machen Tänzer und Künstler umringt von mythologischen Fabelwesen. Sie beschreiben die Geschichte des Landes.

Drachen, ...

... Wölfe, ...

... Vögel und ...

... Tiger verwandeln die Arena in einen regelrechten Zoo.

Das Stadion und ...

... der Himmel über Pyeongchang erstrahlen in einem wahren Lichtermeer.

Überhaupt wird bei der Eröffnungsfeier vor allem auf Lichteffekte gesetzt.

In die Lichtshow ist auch das Publikum mit einbezogen, das dadurch jedoch kaum zu sehen ist.

Obwohl 35.000 Menschen im Stadion sitzen, ist die Stimmung gedämpft.

Erst mit dem Einmarsch der Nationen wird die Atmosphäre lockerer. Den Anfang macht die Olympia-Auswahl aus Griechenland.

Kleinere Mannschaften wie Ghana, ...

... Nigeria oder ...

... Jamaika machen ihre mangelnde Teamstärke durch gut gelaunte Auftritte wett und tanzen durch das Stadion.

Das "Team D", wie sich die deutsche Mannschaft nennt, wird angeführt vom ...

... Nordischen Kombinierer Eric Frenzel.

Der 29-Jährige beschreibt die Szene so: "Es war beeindruckend, als Erster ins Stadion mit den Tausenden bunten Lämpchen laufen zu dürfen."

So einige Kuriositäten lassen sich aber auch beobachten - wenn auch nicht im "Team D".

Während die Japaner im warmen Einheitslook ins Stadion marschieren, lassen andere Sportler ...

... die Hüllen fallen. Schon bei den Sommerspielen in Rio 2016 erscheint Pita Taufatofua in Bastrock und Flipflops.

Dass er das in Pyeongchang bei Minustemperaturen wiederholt, überrascht dann aber. Denn der Rest seiner Mannschaft aus Tonga ist dick eingepackt.

Auch das Team aus Bermuda zieht die traditionelle Kleidung einem winterlichen Outfit vor: Bermudashorts.

Der schwedische Fahnenträger, Curler Niklas Edin, gibt sich optimistisch und erscheint gleich im Goldgewand, ...

... Neuseelands Freestyle-Skifahrer Beau-James Wells trägt beim Einmarsch einen exotischen Federmantel und ...

... die Damen des mexikanischen Teams schmücken sich mit Blumenkränzen statt mit Mützen, wie etwa die Männer es tun.

Eine Ausnahme ist German Madrazo. Der Langläufer zieht mit Flagge und klassischem Sombrero ins Stadion ein.

Das größte Team stellen die USA. Die Sportler füllen beinahe das halbe Stadion - unter den wachsamen Augen von ...

... US-Vizepräsident Mike Pence. Er ist als Vertreter von Donald Trump nach Südkorea gereist.

Traurig oder gerechtfertigt? Diese Frage stellt man sich beim Einzug der russischen Sportler.

Laut Entscheidung des Sportgerichtshofs Cas laufen sie unter neutraler Flagge ein und werden als "Olympische Athleten aus Russland" bezeichnet. Die Sanktionen sind Folge diverser Dopingvorwürfe.

Neben dem Einmarsch der Athleten ist ...

... das Entzünden des Olympischen Feuers Höhepunkt der Eröffnungsfeier.

Nachdem sie einen Bruchteil ihres Könnens unter Beweis gestellt hat, ...

... entzündet Eiskunstläuferin Yuna Kim das Feuer.

Sie gilt in Südkorea als absoluter Star und ist die erste Eiskunstläuferin in der Geschichte der Spiele, der diese Ehre zuteil wird.

Ein weiterer Höhepunkt der Feier findet abseits auf einem der Balkone statt.

Südkoreas Präsident Moon Jae-in und Kim Yo Jong, die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, reichen sich freundschaftlich die Hand.

Da staunt selbst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Kim ist die Erste aus der nordkoreanischen Herrscherfamilie, die den Süden seit dem Waffenstillstand 1953 besucht.

Passend dazu ziehen Athleten aus Nord- und Südkorea unter gemeinsamer Flagge ins Stadion ein - angeführt von ...

... der nordkoreanischen Eishockeyspielerin Hwang Chung Gum und dem südkoreanischen Bobfahrer Won Yun Jong.

Für einen kleinen Eklat sorgen dagegen diese zwei.

Die Doppelgänger von Kim Jong Un und Donald Trump reichen sich am Rande der Zeremonie symbolisch die Hände.

Der zweite Teil der Feier ist der jüngeren Geschichte Südkoreas gewidmet.

Moderne Lichtinstallationen und ...

... Tänzer in futuristischen Kostümen bestreiten die Show und ...

... liefern ein wahres Spektakel.

Geldverbrennung kann man den Südkoreanern aber nicht vorwerfen.

Sie bleiben ihrer bescheidenen Mentalität treu.

Mit einem Budget von zehn Milliarden Euro sind die Winterspiele in Pyeongchang deutlich günstiger als jene in Sotschi.

Die Spiele in Russland waren mit einem Preis von 50 Milliarden Euro die teuersten der Olympia-Geschichte. (lsc)

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